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Köln: Ätzender Farbstoff an Haltestelle „Hansaring“ sorgt für Sperrung

Kein Einzelfall : Graffiti mit ätzender Farbe am Kölner Hansaring sorgen für Sperrung

Die Feuerwehr ist am Morgen zu einem Einsatz an der Bahn-Haltestelle „Hansaring“ in Köln ausgerückt, nachdem ein ätzender Farbstoff auf Fliesen und Glasflächen entdeckt worden war. An anderen Stationen gibt es weitere Verdachtsfälle.

An der Bahn-Haltestelle „Hansaring“ ist am Mittwoch ein ätzender Farbstoff auf diverse Oberflächen gesprüht worden - von wem, ist noch unklar. „Der Stoff war auf Glasflächen und Fliesen an der S-Bahn-Haltestelle und im Bereich der U-Bahn-Haltestelle“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Köln.

Ein Mitarbeiter der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) kam mit dem Stoff in Kontakt. „Er wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, ist aber unverletzt und konnte seinen Dienst schon wieder aufnehmen“, sagte der Sprecher am Mittag.

Am Nachmittag teilte die Polizei mit, es habe sich um Graffiti gehandelt, die großflächig auf Edelstahlflächen, Wänden und Fliesen aufgesprüht worden waren. Bei der Reinigung hätten die Farben die ätzende Wirkung gezeigt. Während der Reinigungsarbeiten war die Haltestelle für einige Stunden gesperrt.

Die KVB teilten mit, dass es Verunreinigungen mit ätzenden Flüssigkeiten zuletzt an mehreren Haltestellen gegeben habe. Am Mittwoch habe das Unternehmen Meldungen über weitere Fälle erhalten. Die Haltestellen „Rochusplatz“, „Körnerstraße“ und „Deutz Technische Hochschule“ wurden deshalb vorübergehend gesperrt. An den Haltestellen „Piusstraße“, „Kalk Post“ und in vier Zügen der Linie 13 wurden ebenfalls Schmierereien festgestellt, die nun überprüft werden.

Die KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks sagte: „Es ist schlimm, dass öffentliches Eigentum permanent beschmiert und verschmutzt wird. Wenn hierfür auch noch Flüssigkeiten benutzt werden, bei denen es sich möglichweise um gesundheitsgefährdende Stoffe handeln könnte, ist das in gar keiner Weise akzeptabel.“ Die KVB will die Kontrollen an den Haltestellen nun verstärken.

Die Polizei bittet um Hinweise unter 0221 229-0 oder per Mail (poststelle.koeln@polizei.nrw.de) zu möglichen Verdächtigen sowie frischen Farbschmierereien an Haltestellen und warnt davor, die Flächen zu berühren.

(hsr)