Köln: Abschlepper soll Frau sexuell genötigt haben

Prozess wegen sexueller Nötigung : Pannenhelfer soll 23-Jährige im Abschleppauto bedrängt haben

Sie hatte eine Autopanne und rief einen Pannenhelfer an: Der 41-Jährige soll dann aber versucht haben, die Autofahrerin zum Sex zu nötigen. Der Fall beschäftigt nun das Kölner Amtsgericht.

Der Zeuge erinnert sich noch gut an den Abend im vergangenen Sommer, als seine gute Freundin Katja M. (Namen geändert) zu ihm kam und seltsam anders wirkte. „Ich habe gemerkt, dass irgendetwas nicht mit ihr stimmt“, sagt der 25-Jährige am Dienstag im Kölner Amtsgericht. Als er sie fragte, was los sei, sei die 23-Jährige gleich in Tränen ausgebrochen.

Was sie ihm anvertraute, beschäftigt nun das Gericht. Katja M. soll vom Mitarbeiter einer Pannenhilfe sexuell genötigt worden sein. Im Juni vergangenen Jahres war die junge Frau mit ihrem Auto in Neunkirchen gegen einen Bordstein geprallt – der Reifen war kaputt, sie rief den Pannendienst an. Der Automechaniker Ralf K. schleppte das Auto in eine Werkstatt ab und nahm Katja M. dann in seinem Wagen mit.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll der 41-Jährige sie im Auto gefragt haben, wie spontan sie denn im Bezug auf Sex sei. Katja M. fragte ihn, ob diese Masche bei anderen ziehe – bei ihr ziehe sie jedenfalls nicht. Ralf K. soll dann mit ihr auf einen Lkw-Parkplatz gefahren sein und dort versucht haben, sie zu küssen und zum Sex zu nötigen. Er soll von ihr abgelassen haben, als sie ihn schlug.

Der Angeklagte bestreitet die Tat. Zu einem Urteil kam es noch nicht, das Gericht will weitere Zeugen hören.

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