Köln: 19-Jähriger war wegen schweren Raubes mit Waffen gesucht

Missglückte Festnahme in Köln : 19-Jähriger war wegen schweren Raubes mit Waffen gesucht

Der junge Mann, der am Mittwoch in Köln von Zivilfahndern angeschossen wurde, sollte wegen eines schweren Raubdeliktes verhaftet werden. Am Abend gab es einen Polizeieinsatz an der Uniklinik, in der der schwer verletzte 19-Jährige behandelt wird.

Nachdem am Mittwoch bei der geplanten Festnahme eines 19-Jährigen in Köln Zivilbeamte auf den Mann geschossen haben, prüft die Staatsanwaltschaft Köln nun, ob sie ein Ermittlungsverfahren einleitet, um aufzuklären, unter welchen Umständen die Beamten geschossen haben. „Wir vernehmen zur Zeit noch weitere Zeugen“, sagt der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer.

Der junge Mann wurde von insgesamt drei Schüssen getroffen und am Oberkörper sowie am Bein schwer verletzt. Er wird in einem Krankenhaus versorgt, seine Verletzungen sind aber nicht lebensgefährlich, wie Bremer sagt. Die Fahnder wollten den 19-Jährigen aufgrund eines Untersuchungshaftsbefehls wegen schweren Raubes mit Waffen festnehmen. „Es geht um eine Tat vom Oktober 2018 in Köln“, sagt Bremer. Nähere Angaben zu den Vorwürfen gegen den Mann machte er nicht.

Der Mann hatte sich am Mittwochmittag der Festnahme entzogen und sich auf dem Gelände eines Getränkehandels am Kölner Sudermanplatz versteckt. Zeugen berichteten von mehreren Schüssen. Ein Notarzt versorgte den Verletzten, die Polizei hatte den Platz abgesperrt. Die Bonner Polizei hat die Ermittlungen in dem Fall aus Objektivitätsgründen übernommen und vernimmt nun auch die beiden Zivilfahnder.

Am Mittwochabend alarmierten Sicherheitskräfte der Kölner Uniklinik die Polizei, weil sich mehrere Freunde und Verwandte des verletzten 19-Jährigen vor der Klinik versammelt hatten. „Wir haben da unterstützend eingegriffen und mit Hundertschaftsbeamten für Ruhe gesorgt“, sagt ein Sprecher der Kölner Polizei. Es sei bei einer Vorsichtsmaßnahme geblieben.

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