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Köln: 132 Vögel, Fische und Flughunde sterben bei Feuer im Zoo

Brand im Regenwaldhaus : 132 Vögel, Fische und Flughunde sterben bei Feuer im Kölner Zoo

Mehr als 130 Tiere sind beim Feuer im Kölner Zoo gestorben, darunter auch mehrere Flughunde. Brandstiftung kann ausgeschlossen werden. Das Regenwaldhaus bleibt vorerst geschlossen.

Das Feuer im Kölner Zoo hat doch weitaus größeren Schaden angerichtet: 132 Tiere – darunter Fische, viele Vögel und mehrere Flughunde – sind nach Angaben des Zoos gestorben. Einige der Tiere gehörten zu sehr seltenen Arten aus den Erhaltungszuchtprogrammen des Zoos. „Die Tiere befanden sich in der großen Freiflughalle, die durch die Rauchentwicklung in der Mehrzweckhalle betroffen war“, teilt der Zoo mit. Am Dienstagabend waren Feuerwehr und Zoo nach einer ersten Begehung davon ausgegangen, dass nur einige wenige Vögel gestorben seien. „Leider und zu unserem großen Bedauern“ seien aber doch mehr Tiere verstorben. 

Experten der Brandermittlung zufolge ist das Feuer in der Zwischendecke des Regenwaldhauses entstanden, wo mehrere Kabelkanäle verlaufen. Brandstiftung kann demnach ausgeschlossen werden. Eine Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden. „Alle Notfall- und Brandschutzpläne haben erfolgreich gegriffen. Der Abschlussbericht wird in einigen Wochen vorliegen“, wie der Zoo mitteilt. Das Regenwaldhaus wurde im Jahr 2000 gebaut. Darin sind Tierarten aus Südostasien untergebracht.  

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Derzeit laufen noch die Reinigungs- und Aufräumarbeiten. Die Versorgung der Tiere, die unbeschadet geblieben sind, sei gewährleistet. Das Regenwaldhaus bleibt für Besucher aber geschlossen.

Das Feuer war am Dienstag gegen 18.20 Uhr ausgebrochen. Der Tierpark war da schon geschlossen. Anwohner hatten Rauch über dem Zoo gemeldet.

(hsr)