Karneval am 11.11. in Köln: Innenstadt komplett von Jecken regiert

Alter Markt und Heumarkt am 11.11. voll : Kölner Innenstadt komplett von Jecken regiert

Tausende Karnevalisten haben sich seit dem frühen Samstagmorgen zum Auftakt der jecken Session um 11 Uhr 11 in der Hochburg Köln versammelt. Der Veranstalter lässt keine weiteren Karnevalisten mehr auf den Heumarkt und den Alten Markt - die maximale Besucherzahl wurde bereits erreicht.

In der Domstadt stießen Einhörner, Mainzelmännchen und Minions noch vor der offiziellen Sessionseröffnung bei Nieselregen mit Kölsch an. Das Kölner Dreigestirn präsentierte sich um 11 Uhr 11 zum ersten Mal seinen jecken Anhängern. Der Auftakt wurde von einem Glitterregen begleitet.

Anschließend wird gemäß dem diesjährigen Motto "Mer Kölsche danze us der Reih" ("Wir Kölner tanzen aus der Reihe") ausgelassen gefeiert. Das Programm in Köln ist dabei straff: Die bekanntesten Karnevalsbands geben sich im Minutentakt die Hand auf der Bühne am Heumarkt. Mit dabei sind Cat Ballou, die Räuber, Kasalla und die Höhner. In Düsseldorf erwachte zur gleichen Zeit der Obernarr Hoppeditz und hielt eine Spottrede.

Laut Polizei gab es bislang keine Ausschreitungen oder Zwischenfälle. "Es ist alles sehr friedlich und entspannt", sagte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage unserer Redaktion. Seit 10 Uhr hat die Polizei auch die geplanten Verkehrssperren im Bereich der Zülpicher Straße eingerichtet. Sowohl die Zülpicher, als auch die Roonstraße sind für die Stadtbahn und den Verkehr nicht mehr befahrbar. Am Nachmittag wurde auch das gesamte Zülpicher Viertel gesperrt, weil so viele Narren in der Stadt waren. "Das Ordnungsamt bittet die Jecken, den Sessionsauftakt in den anderen Veedeln zu feiern", teilte die Stadt mit.

Das Wetter am 11.11. ist zwar typisch für den November, aber nicht unbedingt narrenfreundlich. Der Deutsche Wetterdienst erwartet für Nordrhein-Westfalen Temperaturen zwischen sieben und zehn Grad. Dazu kommt noch ein grauer Himmel: Es wird überwiegend stark bewölkt, seit 10 Uhr nieselt es in Köln.

In Köln ist die Polizei mit rund 1000 Beamten zusätzlich im Einsatz. Auch in Düsseldorf sind mehr Beamte auf den Beinen. Mit einem ähnlichen Andrang wie in Köln wird dort aber nicht gerechnet.

Übrigens: Bis 1823 kannte man das Wort Karneval in Deutschland nicht, man sprach auch in Köln und in Düsseldorf von "Fastnacht". Reiche Kölner, die das närrische Treiben reformieren wollten, führten dann das aus Italien stammende Wort ein, weil ihnen der venezianische Karneval kultivierter erschien.

Mit Agenturmaterial von dpa.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Köln feiert Karnevalsstart am 11.11.2019

(skr)
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