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Hogesa Köln: Polizei verbietet Demo

Köln : Polizei verbietet Neuauflage von Hooligan-Demo

Vor einem Jahr eskalierte die Kundgebung von "Hogesa" in Straßenschlachten mit zahlreichen Verletzten. Nun streiten die Hooligans für eine Neuauflage. Die Polizei hat ein Verbot erlassen, ein Gericht wird wohl entscheiden.

Die Polizei in Köln hat eine geplante Neuauflage der im vergangenen Jahr von schweren Krawallen begleiteten Hooligan-Demo verboten. "Die Erfahrungen mit der Hooligan-Demonstration 2014 lassen auch in diesem Jahr das Erscheinen der gleichen aggressiven und gewalttätigen Klientel erwarten", erklärte der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers am Dienstag. Es sei damit absehbar, dass sie den gleichen Verlauf nehmen würde. Er fügte hinzu: "Ich bin nicht bereit, dies zuzulassen." Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" online über das Verbot berichtet.

Am 26. Oktober 2014 hatten sich bei einer Kundgebung der Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (Hogesa) mit rund 5000 Teilnehmern Hooligans und Rechtsextreme Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Rund 50 Polizisten wurden verletzt. Der damalige Organisator Dominik Roeseler hatte nun erneut eine Kundgebung für den 25. Oktober 2015 angemeldet. Er ist auch stellvertretender Vorsitzender der rechtsextremistischen Partei ProNRW. Zahlreiche Bündnisse kündigten Gegenveranstaltungen rund um den Kölner Dom an.

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Gegen das Verbot könnte der Demo-Anmelder vor dem Verwaltungsgericht mit einem Eilantrag vorgehen, sagte ein Polizeisprecher. Roeseler erklärte, genau dies tun zu wollen. Er halte weiterhin an dem geplanten Termin fest, sagte er. Die Demo-Route solle die gleiche wie 2014 sein.

(lnw)