Henriette Reker tritt Freitag Dienst im Kölner Rathaus an

Köln: Henriette Reker tritt Freitag Dienst im Rathaus an

Bislang ist Henriette Reker zwar gewählt, aber noch nicht im Dienst. Am Freitag soll sich das ändern. Nach dem blutigen Messerangriff einen Tag vor ihrer Wahl fühlt sich die neue Kölner Oberbürgermeisterin fit genug für den neuen Job.

Rund einen Monat nach dem Messerangriff auf die neue Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker tritt die Politikerin ihren Dienst im Rathaus an. Ihr Genesungsprozess sei erfreulich vorangeschritten, erklärte Stadtsprecher Gregor Timmer am Mittwoch. Sie werde am Freitag mit der Arbeit beginnen. Bereits in den vergangenen Tagen habe Reker von zu Hause aus einige Amtsgeschäfte erledigen können. Reker will am Freitag auch eine Erklärung zu ihrem Start abgeben.

Die parteilose Politikerin war einen Tag vor der OB-Wahl an einem Wahlkampfstand niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden.Gleich im ersten Wahlgang wurde sie dann zur Kölner Rathauschefin gewählt. Die Wahl nahm sie noch im Krankenhaus an.

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Die Ermittler werfen dem Angreifer fremdenfeindliche Motive vor. Er habe sich Reker gezielt als Opfer ausgesucht, um "ein Klima der Angst" bei allen in der Flüchtlingshilfe Engagierten zu erzeugen. Vor ihrem neuen Amt war die Politikern als Sozialdezernentin für die Ausländerintegration in der Millionenstadt zuständig gewesen.

Zuletzt hatte sich Reker schon vermehrt über ihre Sprecher zu Wort gemeldet. In einem Offenen Brief Anfang November bat sie um Zeit, um ganz gesund zu werden. Sie lasse sich von dem Attentat aber nicht abschrecken. Am Wochenende äußerte sie sich auch zu den Terroranschlägen von Paris und stellte einen persönlichen Bezug zu ihrer Situation her: "Ganz besonders fühle ich auch mit den vielen Verletzten. Ich weiß selbst, was sie nun durchmachen müssen." Einen konkreten Termin für ihren Dienstantritt hatte Reker bislang allerdings nicht genannt.

(met/ dpa)