Köln: Ein neues Gesicht für den Kurt-Hackenberg-Platz

Köln : Ein neues Gesicht für den Kurt-Hackenberg-Platz

Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr des kommenden Jahres starten. Die Kosten liegen bei knapp 3,3 Millionen Euro.

Köln Vergessen liegt der Kurt-Hackenberg-Platz inmitten der Innenstadt. Umgeben wird er von Kultureinrichtungen wie der Philharmonie, dem Museum Ludwig und dem Römisch-Germanischen Museum. Lange war der Platz während des Baus der Nord-Süd-Bahn eine große Baustelle und auch während der Neugestaltung der östlichen Domumgebung hat sich das Umfeld verändert. Nur beim Platz selbst hat sich bislang noch nichts getan.

Der Rat hat die Verwaltung in seiner Sitzung am 28. Juni 2016 mit der Umgestaltung des Platzes sowie der Installation einer Trinkbrunnenanlage auf dem Platz beauftragt. Dafür waren rund 2,59 Millionen Euro veranschlagt. Der aus der öffentlichen Vergabe Ende September dieses Jahres hervorgegangene Bieter mit dem niedrigsten Angebot musste allerdings aus vergabe-rechtlichen Gründen ausgeschlossen werden. Unter Berücksichtigung des zweitgünstigsten Angebots belaufen sich die neuen Kosten für die Platzgestaltung, die Installation des Brunnens sowie aller anfallenden Planungskosten laut Stadt nunmehr auf rund 3,26 Millionen Euro.

Die Umgestaltung ist ein Teilprojekt der "Via Culturalis", das im Rahmen des Bundesprogrammes "Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus" finanziell unterstützt wird. Eine Aufhebung der Ausschreibung würde ein erneutes Ausschreibungsverfahren erforderlich machen. Dies ist aufgrund der engen zeitlichen Vorgaben, die mit der Förderung des Projekts verbunden sind, nicht möglich, denn das Vorhaben muss bis zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen und final abgerechnet sein. Die Verwaltung wird dem Rat daher zu seiner Sitzung am 20. Dezember vorschlagen, einer Kostenerhöhung von insgesamt rund 670.000 Euro zuzustimmen. Die Arbeiten sollen nach Angaben der Kölner Stadtverwaltung nach derzeitiger Planung nach Karneval im März beginnen und bis Oktober/November abgeschlossen sein.

Der Namensgeber Kurt Hackenberg war ein 1914 in Barmen geborener Kölner Kommunalpolitiker, der von 1955 bis 1979 das Amt des Kulturdezernenten der Stadt innehatte. In seine Zeit fällt der Bau des Römisch-Germanischen Museums und der Neubau des Historischen Stadtarchivs in der Südstadt.

(RP)