Eberplatz in Köln: Maßnahmen der Polizei zeigen Wirkung

Weil sie keine Dealer mehr finden : Drogen-Käufer am Kölner Ebertplatz laufen „irritiert“ umher

Immer wieder kam es am Ebertplatz in Köln zu Straftaten. Dann hat die Polizei verschiedene Maßnahmen ergriffen. Resultat: Mutmaßliche Drogen-Kunden liefen irritiert umher, weil sie keine Dealer mehr fänden, so die Polizei.

Die Maßnahmen der Kölner Polizei zur Verbrechensbekämpfung am Ebertplatz zeigen laut der Behörde Erfolg. Seit es bei einem Streit um Drogengeschäfte am 25. August einen Toten gegeben hatte, habe die Polizei „mehr als 80 Mal gegen mutmaßliche Käufer und Verkäufer ermittelt und acht Drogenhändler festgenommen“, so die Ermittler in einer Mitteilung vom Montag. Folge, so die Polizei: „Kunden“ liefen „zunehmend irritiert und suchend umher“, weil sie keinen Dealer entdeckten.

Dieses „neue Phänomen“ hätten Beamte in zivil beobachtet. Vergangenen Samstag hätten Zivilfahnder letztlich doch noch ein Drogengeschäft beobachtet, nachdem die Polizei das Versteck des Dealers (27) in einem Blumenbeet aushob. Der Wiederholungstäter kam in Untersuchungshaft.

Bei der Tat am 25. August war ein Somalier (25) von einem gleichaltrigen Landsmann erstochen worden. Die Tat hatte eine neue Debatte um die Sicherheit am Ebertplatz ausgelöst, der mitten in der Kölner Innenstadt liegt. Die Polizei bereitet zurzeit eine Kameraüberwachung des Platzes vor.

(ham/dpa)
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