1. NRW
  2. Städte
  3. Köln

Der Kölner Ordnungsdienst hat eine illegale Party im Außenbereich der Kölner Oper aufgelöst, die Intendantin Birgit Meyer verspricht Aufklärung

Nach der Generalprobe zur „Götterdämmerung“ : Kölner Ordnungsdienst löst illegale Party im Opernhaus auf

Schauspieler, Opern-Beschäftigte und Zuschauer der Generalprobe trafen sich trotz Corona im Außenbereich zur Feier mit reichlich Alkohol und ohne Masken. Der Ordnungsdienst der Domstadt hatte Mühe, die Party zu beenden.

Köln zählt zu den Städten in Nordrhein-Westfalen, deren Inzidenz über dem Landesschnitt liegt. Entsprechend gelten in der Domstadt strenge Corona-Regeln, Versammlungen mit mehr als fünf Personen in der Öffentlichkeit sind verboten. Etlichen Mitwirkenden an der Oper „Götterdämmerung für Kinder“, deren Generalprobe am vergangenen Samstag stattfand, war das offensichtlich egal. Wie in guten alten Zeiten feierten nach internen Angaben des Kölner Ordnungsdienstes, die unserer Redaktion vorliegen, bis zu 25 Personen im Außenbereich der Oper eine illegale Pary, bei der auch noch reichlich Alkohol floss. Wegen des Umbaus des Gebäudes in der Innenstadt finden Aufführungen und Proben der Kölner Oper derzeit im rechtsrheinischen Staatenhaus statt.

Laut dem Bericht der Ordnungshüter verschwanden die meisten Party-Besucher, als die Außendienstmitarbeiter auf dem Gelände anrückten. Die verbliebenen acht Personen legten sich offenbar mit den städtischen Beamten an und fanden, dass sie „so ein bisschen feiern könnten“. Sie seien schließlich alle negativ getestet. Der Aufforderung des Ordnungsdienstes auf ein sofortiges Ende der Party kamen die Feiernden erst einmal gar nicht nach. Einige weigerten sich sogar, Atemschutzmasken anzulegen, und tranken weiter Alkohol. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes zeigten sich über das „Verhalten der zumeist städtischen Bediensteten (der Oper, Anm. d. Red.) irritiert“. Nach Aussagen der Hauptdarstellerin seien auch ausgewählte Personen mit negativen Schnelltests zur Generalprobe eingeladen worden. Das ist laut der NRW-Coronaschutz-Verordnung allerdings nicht erlaubt. Der Probebetrieb der Bühnen ist danach nur ohne Publikum gestattet.

Die Intendantin der Kölner Oper, Birgit Meyer, bedauerte in einer Stellungnahme den Vorfall. „Wir nehmen den Hinweis des Ordnungsamtes selbstverständlich sehr ernst“, sagte die Opernchefin, die am Ende der kommenden Spielzeit 2022 aufhört. Gegenüber unserer Redaktion machte sie über ihre Sprecherin klar, dass es grundsätzlich „nach einer Generalprobe – anders als in Nicht-Coronazeiten – keine anschließende Feier gibt“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Probe, so die Sprecherin, stünden in einem beruflichem Kontext zu der Durchlaufprobe. Vor, während und nach der Probe hätten alle Coronaschutzmaßnahmen gegolten: Abstand, Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, Händedesinfektion. Die Intendantin wies auch den Vorwurf zurück, dass es ein Publikum bei der Probe gegeben hätte. Meyer bestätigte allerdings, eine Meldung des Ordnungsamts erhalten zu haben. Der Vorfall werde jetzt intern aufgeklärt.