Glocke am Kölner Dom: Der "Dicke Pitter" bleibt monatelang stumm

Glocke am Kölner Dom: Der "Dicke Pitter" bleibt monatelang stumm

Die Kölner werden an den Ostertagen ohne das vertraute Geläut des Doms auskommen müssen. An der berühmten Petersglocke werden Arbeiten vorgenommen, bis auf Weiteres wird ihr Klang nicht zu hören sein.

Die größte Glocke des Kölner Doms, der "Dicke Pitter", bleibt vorerst stumm. Die Aufhängung des Klöppels müsse geändert werden, um den Klang zu verbessern, teilte die Dombauhütte am Donnerstag mit. Diese Arbeiten würden längere Zeit in Anspruch nehmen. "Wir hoffen, dass der Klöppel gegen Ende des Jahres wieder aufgehängt werden kann", sagte ein Sprecher. Bis es allerdings so weit ist, soll die zweitgrößte Glocke "Pretiosa" die Funktion der Petersglocke übernehmen.

Die Petersglocke, die 1924 geweiht wurde, ist die größte frei schwingende Kirchenglocke der Welt. Sie wiegt 24 Tonnen und erklingt nur zu hohen kirchlichen Feiertagen. Die Glocke verkündete der Stadt einst aber auch das Ende des Zweiten Weltkriegs und erklang am Tag der Wiedervereinigung Deutschlands. Im Volksmund wird sie liebevoll "Dicker Pitter" genannte und hatte erst Ende 2011 einen neuen, über drei Meter langen Klöppel erhalten. Der alte war zuvor beim Läuten plötzlich abgefallen und zerbrochen. Der Grund dafür war Materialermüdung. Die jetzigen Arbeiten hätten mit diesem Vorfall aber nichts zu tun, so der Sprecher.

(kess/dpa)
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