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Coronavirus Köln: JVA Ossendorf wegen Corona-Verdacht abgeriegelt

Prozesse verschoben : Hafthaus der Kölner JVA unter Quarantäne

In der Kölner JVA Ossendorf wurde ein Häftling auf das Coronavirus getestet. Ob er infiziert ist, ist noch unklar. Ein Gebäude wurde daher unter Quarantäne gestellt. Einige andere Häftlinge konnten am Montag nicht zu Prozessen gebracht werden.

Ein Häftling der Justizvollzugsanstalt in Köln-Ossendorf zeigt seit Sonntagabend grippeähnliche Symptome und wurde vorsorglich auf das sich ausbreitende Coronavirus getestet. Das bestätigte Angela Wotzlaw, Leiterin der JVA, auf Anfrage unserer Redaktion am Montagvormittag. Ein Ergebnis liege aber noch nicht vor, soll aber spätestens am Dienstagvormittag kommen.

Der betroffene Insasse wurde aus einem Gefängnis in Bayern überstellt und befindet sich bereits seit dem 20. Februar 2020 im Kölner Gefängnis. Er hatte demnach keine Kontakte in den Kreis Heinsberg, sondern müsste sich bereits in Bayern mit dem Virus infiziert haben.

Das Gebäude, in dem sich der Häftling aufgehalten hat, wurde aus Sicherheitsgründen vorerst abgeriegelt. „Das bedeutet, dass die Häftlinge nicht gemeinsam Duschen oder zum Freigang gehen dürfen“, erklärt Wotzlaw. Die Quarantäne für das Gebäude gilt vorerst noch bis Dienstagvormittag. Außerdem wurden zwei Mitarbeiter der JVA, die Kontakt zu dem kranken Häftling hatten, in häusliche Quarantäne entlassen. Sie wären am Montagvormittag für den Transport von drei Häftlinge zum Gericht zuständig gewesen. Da der Transport anderweitig nicht organisiert werden konnte, mussten die Prozesse kurzfristig abgesagt werden.

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(siev)