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Coronapartys in Köln: Polizei und Ordnungkräfte lösen private Feiern auf

Mit Mischpult und Boxen im Abbruchhaus : Kölner Ordnungskräfte lösen Corona-Partys auf

Die Kölner Ordnungsbehörden haben am Wochenende gleich zwei größere Corona-Partys aufgelöst. Während die Feiernden in einer Gaststätte versuchten, sich vor der Polizei zu verstecken, ergriffen die Gäste einer professionell organisierten Party in einem Abbruchhaus gleich die Flucht.

Das Kölner Ordnungsamt und die Kölner Polizei haben ihre Ankündigung wahr gemacht und am Wochenende in großem Stil die Einhaltung der aktuell verschärften Pandemiebestimmungen überwacht. Es sei zwar insgesamt ruhiger gewesen als an üblichen Wochenenden, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Bilanz der Polizei, aber die Behörden seien trotzdem vielerorts auf Menschenansammlungen gestoßen, die sich nicht an die neuen Regeln gehalten hätten.

Zwei besonders krasse Fälle erlebten die Ordnungskräfte in Neuehrenfeld und Deutz. In Neuehrenfeld hatten Anwohner eine illegale Party in einer Gaststätte gemeldet. Als die Behörden dort eintrafen, waren Musik und Licht in der Gaststätte ausgeschaltet. Als auch nach dem Anklopfen der Polizei niemand reagierte, ließen die Beamten einen Schlüsseldienst kommen. Drinnen trafen Polizei und Ordnungsamt dann auf den Barbetreiber und etwa ein Dutzend Partygäste. Es gab Bußgelder und für den Gastwirt eine Anzeige.

In Deutz stießen Polizei und Ordnungsamt dem Bericht zufolge auf eine professionell organisierte illegale Party in einem Abbruchhaus. Die Behörden trafen dort auf insgesamt 28 Gäste, ein Mischpult und eine große Soundanlage. Knapp 40 Gäste flüchteten beim Eintreffen der Behörden über ein nahegelegenes Gleisbett. Die Polizei leitete Ermittlungen unter anderem wegen Hausfriedensbruches ein.

(th)