Evakuierung nicht nötig Mögliche Bombe in Köln-Riehl – Kampfmittelräumdienst gibt Entwarnung

Köln · Bei Bauarbeiten war im Bereich der Mülheimer Brücke in Köln-Riehl ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Vorsichtshalber wurde ein Seniorenheim evakuiert. Am frühen Nachmittag gab die Stadt Entwarnung. Was tatsächlich gefunden wurde.

 Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf fand am Dienstag (16. April 2024) einen verdächtigen Gegenstand in Köln-Riehl und konnte Entwarnung am frühen Donnerstagnachmittag (18. April) geben. (Symbolbild)

Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf fand am Dienstag (16. April 2024) einen verdächtigen Gegenstand in Köln-Riehl und konnte Entwarnung am frühen Donnerstagnachmittag (18. April) geben. (Symbolbild)

Foto: dpa/Frank Molter

Im Rahmen geplanter Baumaßnahmen hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf am Dienstag (16. April 2024) einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Vorsorglich wurden am Donnerstag (18. April) etwa 1000 Bewohner des städtischen Seniorenzentrums Riehl zeitnah aus dem Gefahrenbereich evakuiert, falls eventuell eine Bombenentschärfung nötig sei. Gegen 9 Uhr hatte die Maßnahme begonnen.

Am frühen Donnerstagnachmittag gab der Kampfmittelräumdienst Entwarnung. Bei dem verdächtigen Gegenstand handelt es sich nicht um einen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, sondern um Teile eines alten Treppenbauwerks. Das teilte die Stadt Köln am Nachmittag mit.

Eine Evakuierung von Anwohnerinnen und Anwohnern in Riehl sei damit hinfällig, die vorsorglich evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner des städtischen Seniorenzentrums in Riehl werden wieder zurückgebracht. Die Boltensternstraße werde deshalb zunächst noch gesperrt bleiben.

Die vorsorgliche Evakuierung des Seniorenheims war am Morgen angeordnet worden – auch wenn noch nicht feststand, ob es sich um eine Bombe handelt oder nicht – damit im Falle einer Bombentschärfung eine zügige Evakuierung gewährleistet ist. „Bei der Anzahl der Bewohner ist eine solche Evakuierung mit erheblichen Aufwand verbunden“, sagte der Sprecher der Stadt Köln Robert Baumanns unserer Redaktion.

Um die Transporte schnell und sicher fahren zu können, hatte die Stadt Köln die Boltensternstraße stadtauswärts gegen 9 Uhr für Individualverkehr gesperrt. Auch an den Zufahrten werden Sperren eingerichtet, zum Beispiel am Niederländer Ufer und der Riehler Straße.

Hätte es sich um einen Blindgänger gehandelt, so hätte das große Auswirkungen auf die Anwohner gehabt. Dann wäre der gesamte Bereich für die Entschärfung evakuiert worden. „Der Evakuierungsradius richtet sich nach Art der Bombe und ihrer Sprengkraft, neben den Senioren müssten dann bis zu 10.000 Anwohner ihre Wohnungen und Häuser verlassen“, so die Stadt Köln.

(ldi)
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