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Schlägerei in Köln muss von mehr als 30 Polizeistreifen aufgelöst werden

Geburtstagsfeier eskaliert : Schlägerei in Köln muss von mehr als 30 Polizeistreifen aufgelöst werden

Zwei Gästegruppen unterschiedlicher Geburtstage sind bei der Wahl ihrer Party-Location aneinandergeraten. Erst mit großem Polizeiaufgebot konnte die Lage in dem Kölner Vereinsheim beruhigt werden.

Eine Schlägerei zwischen Partygästen zweier Geburtstagsfeiern in einem Kölner Vereinsheim musste am Samstagabend von der Polizei aufgelöst werden. Wie die Polizei mitteilt, gingen einzelne Feierende unvermittelt auf die eintreffenden Beamten los, sodass am Ende mehr als 30 Streifenteams zur Verstärkung anrückten.

Ausgelöst worden war der Tumult, weil eine Gruppe von 15 Leuten in dem Vereinsheim im Stadtteil Seeberg mitfeiern wollte, in dem bereits 20 Personen einen Geburtstag feierten. Unter Einsatz von Pfefferspray konnte die Lage schließlich beruhigt werden. Zwei Personen verbrachten die Nacht im Polizeigewahrsam.

Eine weitere gewaltsame Auseinandersetzung hatte sich in Hannover angebahnt: Bis zu 200 Jugendliche haben sich nach Angaben der Polizei online zu einer Schlägerei in der niedersächsischen Stadt verabredet. Besorgte Eltern hätten am Samstag den Notruf gewählt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Polizei zeigte in der Innenstadt Präsenz. Daraufhin habe sich die Masse der Jugendlichen aufgeteilt. Einige von ihnen seien vor den Beamten weggelaufen, hätten Böller gezündet und in teils aggressiver Stimmung Passanten gestört.

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Ein 14-Jähriger habe einen Polizisten beleidigt, hieß es weiter. Als der Jugendliche identifiziert werden sollte, befreite er sich aus dem Griff eines der Beamten und wehrte sich. Rund 200 Jugendliche hätten sich am Festnahmeort versammelt und versuchten, ihm zu helfen. Die Polizei stockte die Zahl der Einsatzkräfte auf und drängte die Gruppe weg. Wegen der „unübersichtlichen Einsatzlage“ seien davon vereinzelt auch Unbeteiligte betroffen gewesen, hieß es in der Mitteilung.

Nach rund fünfeinhalb Stunden löste sich die Versammlung, die sich in großen Teilen der Fußgängerzone in der Innenstadt abspielte, endgültig auf. Die meisten Jugendlichen zeigten sich nach Angaben der Polizei kooperativ. Es wurden aber auch zahlreiche Platzverweise ausgesprochen. Der 14-Jährige wurde seinen Eltern übergeben.

(chal/felt/dpa)