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Karneval 2020 in Köln: Zülpicher Platz von Polizei geräumt

Zülpicher Platz erneut geräumt : Mehrere Verletzte bei Massenschlägerei in Köln

Am Freitag und Samstag gab es für die Polizei in Köln einen Großeinsatz auf dem Zülpicher Platz, wo viele Karnevalisten feierten. Auch eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei war beteiligt.

In Köln ist die Polizei den zweiten Tag in Folge mit einem Großaufgebot gegen aggressive Jugendliche vorgegangen. Eine Gruppe von etwa 350 Jugendlichen hatte sich am Samstag am Zülpicher Platz versammelt und Alkohol getrunken, wie die Polizei mitteilte. Gegen 17 Uhr sei die Stimmung gekippt und es sei zu diversen gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen.

Die Polizei rückte mit einem großen Aufgebot an und erteilte Platzverweise. Noch während der Räumung prügelten etwa 30 Jugendliche aufeinander ein. Es gab mehrere Verletzte, die in einem Zelt von Sanitätern versorgt wurden.

Erst am Freitagabend war die Polizei am Zülpicher Platz gegen eine Gruppe von rund 500 Jugendlichen eingeschritten. Gegen 19.30 Uhr soll es zu mehrfachen Gewaltdelikten gekommen sein. Unter anderem soll eine Flasche von einem Jugendlichen geworfen worden sein. Ein weiterer Jugendlicher trat auf einen Diensthund ein. Als eine Beamtin einschritt, schlug der Randalierer ihr mehrfach mit der Faust gegen den Helm, teilte die Polizei mit.

Um den Angriff abzuwehren setzte ein Diensthundeführer Pfefferspray ein. Den flüchtenden 16-Jährigen stellten Polizisten im Mauritiuswall. Hier leistete der Täter Widerstand, ihm wurden Handschellen angelegt. Der Zülpicher Platz wurde von der Polizei geräumt und es wurden Platzverweise ausgesprochen.

Im Rahmen des Einsatzes und der Räumung erlitten eine Polizistin und ein Polizist Verletzungen. Die Polizei fertigte Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch.

An Altweiber hatte die Kölner Polizei bereits wegen des großen Andrangs in der Innenstadt die Zugänge zur Zülpicher Straße sperren müssen. Es wurden 330 Strafanzeigen (Vorjahr 528) angefertigt. Sechs Polizisten wurden bei Widerstandshandlungen leicht verletzt. Zudem gab es Ermittlungen in 14 Fällen (Vorjahr: 16) von mutmaßlichen Sexualdelikten in Köln und Leverkusen.

(mba/hebu/felt)