Stein gegen Scheibe geworfen CDU-Büro in Köln beschmiert

Köln · Die Kölner CDU hat den Angriff auf ihr Büro als feigen Anschlag verurteilt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Es sei nicht auszuschließen, dass es einen Zusammenhang zum „Marsch für das Leben“ am Samstag gibt.

Das Wappen der Polizei Nordrhein-Westfalen und der Schriftzug „Polizei“ sind auf einem Polizeiauto zu sehen. (Symbolfoto)

Das Wappen der Polizei Nordrhein-Westfalen und der Schriftzug „Polizei“ sind auf einem Polizeiauto zu sehen. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Fabian Strauch

Unbekannte haben die gläserne Eingangstür eines CDU-Büros in Köln mit einem Stein beschädigt und die Fassade beschmiert. Der Staatsschutz habe – wie in Fällen mit möglichem politischem Bezug üblich – die Ermittlungen aufgenommen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Die Kölner CDU teilte mit, es habe einen feigen Anschlag auf die Geschäftsstelle gegeben, man verurteile die Tat auf das Schärfste.

Ein CDU-Sprecher sagte, Mitarbeiterinnen hätten den Schaden am Freitagmorgen gemerkt und vor der Tür einen Pflasterstein gefunden, der offenbar gegen die Scheibe der Tür geworfen worden sei. Ins Innere kamen die Täter demnach nicht. Laut Polizei hatten Anwohner gegen 2.30 Uhr ein Klirren gehört. Auf Fotos ist zu sehen, dass die Scheibe der Tür gesprungen, aber nicht durchbrochen ist.

Die Christdemokraten werden in einem der Sprüche als „Fundis“ bezeichnet, ein anderer bezieht sich auf das Thema Abtreibung. Am Samstag finden in Köln der „Marsch für das Leben“ des Bundesverbands Lebensrecht (BVL) sowie mehrere Gegendemonstrationen mit insgesamt Tausenden angemeldeten Teilnehmern statt. Dass die Tat damit zusammenhänge, lasse sich zumindest nicht ganz ausschließen, sagte ein Polizeisprecher. Es habe aber auch keine explizite Bekennung der Täter gegeben. Zuletzt hatte es Diskussionen darum gegeben, dass der „Marsch“ auf der Homepage der örtlichen CDU verlinkt ist.

„Wer seiner Meinung so Gehör verschaffen will, handelt zutiefst undemokratisch und gegen das Gesetz“, wurde der Kölner CDU-Parteichef Karl Alexander Mandl in einer Mitteilung der Partei zitiert. „Diskussion und Dialog sind wichtige Pfeiler unserer demokratischen Gesellschaft. Dieses widerwärtige Handeln steht dem komplett entgegen.“

(albu/dpa)
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