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Woelki kommt nach Köln: Bischofssitz wird für 1,45 Millionen renoviert

Woelki kommt nach Köln : Bischofssitz wird für 1,45 Millionen renoviert

Das Erzbistum Köln renoviert zurzeit für 1,45 Millionen Euro die in der Kölner Innenstadt gelegene Bischofswohnung aus den 1950er Jahren. Erzbischof Woelki will dort am 15. September einziehen.

Die Badewanne für den neuen Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki fällt bescheidener aus als für den früheren Limburger Bischof Franz Tebartz-van Elst. "Sie ist weiß, ein bisschen cremefarben, 'ne ganz kleine Badewanne. Er selbst ist ja groß, aber er wollte die haben", erklärte Achim Schmitz, Leiter des Erzbischöflichen Bauamtes, gestern bei einem Rundgang durch Woelkis künftigen Wohnsitz. Das Bad von Kardinal Woelki sei ein Bad mit absoluter Standardeinrichtung, die Badewanne stehe wie üblich eingefliest an der Wand.

Es sei die erste Grundrenovierung des Hauses seit einem Vierteljahrhundert, betonte Bistumssprecher Christoph Heckeley. Vor allem gehe es darum, "die Haustechnik auf den aktuellen und vor allem energiesparenden Stand" zu bringen.

Im vergangenen Jahr hatten die massiv gestiegenen Um- und Ausbaukosten für den Limburger Bischofssitz von Franz Tebartz-van Elst die katholische Kirche in Deutschland in eine neue Glaubwürdigkeitskrise gestürzt. Stichwort Badewanne. Nach Medienberichten war sie frei stehend und 15 000 Euro teuer.

Die Privatwohnung, in der zuvor Kardinal Joachim Meisner lebte, wird von 260 auf 160 Quadratmeter verkleinert. Woelki benötigt den Angaben nach keinen erzbischöflichen Kaplan als Sekretär und wird seinen Haushalt weitgehend selbstständig führen.

"Es gibt in diesem Haus überhaupt keinen Luxus", stellte der erzbischöfliche Finanzdirektor Hermann-Josef Schon klar. Und Bauleiter Achim Schmitz fügte zur Sicherheit hinzu: "Zuhause hab ich 'ne teurere Fliese als er sich jetzt eingebaut hat." Aber dann fällt ein Stichwort, das aufhorchen lässt: Im Keller befindet sich ein Schwimmbad! Stehen die bescheidenen Ausmaße der Badewanne vielleicht in irgendeinem Zusammenhang mit der Existenz des Schwimmbades?

Das Schwimmbad habe Kardinal Frings in den 50er Jahren für das angegliederte Priesterseminar einbauen lassen, erklärt Heckeley. Nun werde das Schwimmbad vor allem von Schulklassen benutzt, weil es nicht mehr so viele Anwärter gebe. "Außerdem machen dort muslimische Frauen Schwimmkurse."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Rainer Maria Woelki beim Antrittsbesuch in Köln

(dpa/RP)