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Hohenzollernbrücke am Hauptbahnhof Köln: Bauarbeiten: Diese Probleme erwarten Bahn-Pendler

Hohenzollernbrücke am Hauptbahnhof Köln : Bauarbeiten: Diese Probleme erwarten Bahn-Pendler

Die Hohenzollernbrücke zwischen Köln-Hauptbahnhof und Bahnhof Köln Messe/Deutz wird vom 7. März bis 7. April zum Nadelöhr für den Nah- und Fernverkehr in der Region. Viele Züge werden umgeleitet oder Strecken geteilt, es kommt teilweise zu erheblich längeren Fahrzeiten. Betroffen sind auch Pendler aus Leverkusen, Krefeld und Mönchengladbach.

Die markante Rheinbrücke auf Höhe des Kölner Doms wird täglich von etwa 1220 Zügen befahren. Die hohe Belastung wird durch die enge Kurve zwischen Brücke und Hauptbahnhof noch erhöht. "Wegen der hohen Abnutzung müssen wir die Gleise und Weichen alle sechs bis acht Jahr instand halten", sagte Michael Häßler, Leiter Vertrieb und Fahrplan der DB Netz im Regionalbereich West.

In die Zeit zwischen 7. März und 7. April fallen die ersten drei Bauphasen. Die Änderungen im Fernverkehr sind bereits im Buchungssystem unter der bahn.de hinterlegt, der geänderte Fahrplan für den Nahverkehr folgt. Zwei weitere Bauabschnitte mit weitreichenderen Auswirkungen sind für die Ferienwochenenden vom 11. bis 14. April und 25. bis 28. April in Planung - dann sind weniger Pendler unterwegs. Dafür wird das Konzept noch erarbeitet. Insgesamt werden 2500 Schienen und 14 Weichen ausgetauscht.

Am Mittwoch wurde das Verkehrskonzept rund um den ersten Monat der Bauarbeiten vorgestellt. "Wir haben zwei Jahre viel Hirnschmalz auf die Vorplanung verwandet, um die Auswirkung auf Reisende so gering wie möglich zu halten", sagte Häßler. Während der Hauptverkehrszeiten sollen immer mindestens vier der sechs Brückengleise in Betreib bleiben - darunter auch die beiden S-Bahngleise, die bereits vor zwei Jahren erneuert worden sind. Die DB Netz investiert rund elf Millionen Euro.

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Neuralgische Punkte im betroffenen Streckennetz sind die Bahnhöfe in Leverkusen-Opladen und Köln-Ehrenfeld. Der RE7 wird unter der Woche geteilt und endet von Krefeld kommend in Ehrenfeld. Dort können die Reisenden in die S12 oder S13 umsteigen, die montags bis freitags zwischen 6.30 und 20.30 einen Zehn-Minutentakt ergeben.

Diese Lösung halten auch die Fahrgastverbände für gut — zumal noch im November geplant gewesen sei, dass Pendler schon am Neusser Hauptbahnhof umsteigen müssten, was pro Fahrt 30 Minuten Verspätung bedeutet hätte, also rund eine Stunde täglich. Mit dem Halt in Köln-Ehrenfeld, der nicht auf der normalen Strecke liegt, habe die Bahn in gemeinsamen Gesprächen eine "kreative Lösung" gefunden, die "absolut zumutbar" sei, lobt Jürgen Eichel vom Verkehrsclub Deutschland. Vom Bahnhof Ehrenfeld sollte ein reibungsloser Anschluss zum Kölner Hauptbahnhof "jederzeit gegeben sein". Neben den S-Bahn-Linien 12 und 13 fahren von dort die Regionalexpresse 1,8 und 9 sowie die Regionalbahnen 27 und 38. "Unter den gegebenen Umständen ist das Umsteigen in Ehrenfeld die Optimallösung", sagt deshalb auch Lothar Ebbers von "ProBahn".

Der RE7 aus Richtung Rheine endet in Opladen - dort muss man in Ersatzbusse umsteigen und mit einer verlängerten Fahrzeit von 40 Minuten zum Hauptbahnhof rechnen. "Das versuchen wir noch zu optimieren und mit dem Bus eventuell einen anderen Bahnhof anzufahren", sagte Benjamin Ex, Teilnetzmanager der DB Regio in Köln.

In Opladen ist während der Bauarbeiten von montags bis freitags zwischen 7.15 Uhr und 22.45 Uhr Personal vor Ort, um Fahrgästen weiterzuhelfen. Auch in Ehrenfeld, am Kölner Hauptbahnhof und in Deutz soll (zusätzliches) Personal eingesetzt werden. An den Wochenenden kann der RE 7 über Köln Hauptbahnhof und die RB27 bis Messe/Deutz fahren.

Im Fernverkehr sollen keine Züge ausfallen, rund 80 Prozent fahren auch während der Bauarbeiten über die Hohenzollernbrücke. Die restlichen 20 Prozent - das entspricht etwa 110 Züge am Tag - werden umgeleitet oder fahren früher ab.

Die wichtigsten Änderungen im Nah und Fernverkehr finden Sie hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Umleitungen in Köln: Das müssen Bahn-Pendler wissen

(irz)