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Ausgangssperre in Köln: Polizei meldet keine Probleme in der ersten Nacht

Regelung seit Mitternacht in Kraft : Ausgangsbeschränkung in Köln startet ohne Probleme

Die erste Nachthälfte mit Ausgangsbeschränkungen ist in Köln offenbar friedlich verlaufen. Die Polizei meldete keine größeren Probleme. Für Samstagabend ist in der Stadt allerdings eine erste Protestaktion gegen die Ausgangssperre geplant.

Das hat es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben: In Köln gilt jetzt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Auch in anderen NRW-Kommunen darf man nachts nicht mehr raus.

Köln (dpa) - Die nächtliche Ausgangsbeschränkung in Köln ist am Samstag um Mitternacht ohne Proteste in Kraft getreten. „Keine Probleme, alles ruhig“, sagte ein Kölner Polizeisprecher am Samstagmorgen. Für Samstagabend kündigten Kölner Bürger allerdings eine genehmigte Kundgebung unter dem Motto „Nein zu Ausgangssperren! Gesundheitsschutz statt Einschränkung unserer Grundrechte!“ auf dem Kölner Heumarkt an.

Die Ausgangsbeschränkungen in der größten Stadt NRWs gelten bis auf weiteres von 21.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Nach Angaben von Oberbürgermeisterin Henriette Reker gab es das seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Die hohen Corona-Zahlen und die Auslastung der Intensivstationen machten die Maßnahme unumgänglich, sagte die parteilose Politikerin.

Künftig darf man nachts nur noch mit triftigem Grund die Wohnung verlassen, etwa wenn man zum Arzt muss, dienstliche Tätigkeiten ausübt oder Kranke begleitet. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 250 Euro geahndet.

Auch im Oberbergischen Kreis trat am Samstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in Kraft. Damit gilt diese nun in sieben Kommunen in NRW. Außer Köln und dem Oberbergischen Kreis sind dies Minden-Lübbecke, Siegen-Wittgenstein, der Märkische Kreis, Remscheid und Hagen. In Mülheim gilt eine befristete Ausgangssperre am Wochenende vom Freitag bis Sonntag (18.4.). Wuppertal will am Montag folgen.

(th/dpa)