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Abikrawalle in Köln 2016: Schüler müssen sich vor Gericht verantworten

Nach Randale in Köln : Schüler nach Abi-Krawallen wegen Körperverletzung angeklagt

Der Vorwurf lautet Körperverletzung: Nach den Abi-Krawallen in Köln im vergangenen Jahr müssen sich demnächst vier junge Männer vor Gericht verantworten.

Drei der Angeklagten werde versuchte und einem Angeklagten vollendete gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilte das Landgericht Köln am Mittwoch mit. Die Angeklagten hätten bei den Vernehmungen gestanden. Durch die mit einer Schleuder abgeschossenen Wasserbomben sei ein Jugendlicher leicht verletzt worden, heißt es in der Anklage. Wann der Prozess vor dem Amtsgericht beginnt, war noch unklar.

Die "Mottowoche", bei der angehende Abiturienten verkleidet zur Schule kommen und Streiche spielen, war im vergangenen Jahr in Köln teilweise aus dem Ruder gelaufen. Rivalisierende Gruppen verschiedener Gymnasien gingen aufeinander los. Zwei Schüler erlitten schwere Kopfverletzungen. Diese Taten seien aber nicht den inzwischen 19 und 20 Jahre alten Angeklagten zuzurechnen, betonte ein Gerichtssprecher.

Die Staatsanwaltschaft hatte die vier Beschuldigten ursprünglich wegen wesentlich mehr Taten angeklagt, darunter weitere Fälle von Körperverletzungen und schwerer Landfriedensbruch. Das Amtsgericht Köln hatte die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft legte dagegen Beschwerde ein. Über diese hat nun eine Jugendkammer des Landgerichts Köln entschieden und die Anklage nur in einigen Punkten zugelassen.

(sef/dpa)