Zugang aus Edinburgh soll für Bärennachwuchs sorgen

Ausflug: Schottischer Malaienbär lebt nun in Arnheim

Ein wahrhaft international erfahrener Zugang im Arnheimer Burgers’ Zoo.

In diesen Tagen zog ein kräftiger dunkelhaariger Typ ein, auf den große Hoffnungen gesetzt werden: Der Bär  aus dem Tierpark von Edinburgh soll dafür sorgen, dass die beiden Malaienbärinnen aus Arnheim demnächst trächtig werden und den ersehnten Nachwuchs für das europäische Zuchtprogramm hervorbringen.

Die Bedingungen im Burgers’ Zoo sind perfekt, alles Wichtige sei vorhanden, versichern die Zoo-Leute: ein großes Außengehege, verschiedene beheizte Innengehege vor und hinter den Kulissen sowie ein speziell für die Malaienbären gestalteter Geburtsraum. Dennoch dürfte es schwierig werden. Bei einer Fruchtbarkeitsuntersuchung durch deutsche Spezialisten am Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin hat sich im Januar 2018 herausgestellt, dass eine der beiden Bärinnen im Arnheimer Zoo nahezu unfruchtbar ist. Bei der anderen Bärin liegt die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Trächtigkeit bei ungefähr 50 Prozent. Das Alter spielt bei diesen Ergebnissen eine wichtige Rolle: Beide Weibchen sind gut 18 Jahre alt.

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Den Stammbuchdaten des europäischen Zuchtprogramms  ist zu entnehmen, dass  39 Tiere dieser Art in  europäischen Zoos leben, 13 Männchen und 26 Weibchen. Das Durchschnittsalter   ist hoch, zudem herrscht ein Überschuss an Weibchen. Bei vielen Tierarten laufen die europäischen Zuchtprogramme sehr erfolgreich, bei den Malaienbären  leider nicht. Die Fachleute haben die Hoffnung, dass der 15-jährige Malaienbär-Mann eine stimulierende Wirkung auf den Hormonhaushalt der Arnheimer Bärinnen haben wird. Beide Tiere kamen 2008 aus dem Kölner Zoo in den Burgers’ Zoo. Sollte sich herausstellen, dass die Anwesenheit des neuen Männchens keine Früchte trägt, wird man die Weibchen gegen eine jüngere Bärin austauschen. Diese Entscheidung trifft der Koordinator des Zuchtprogramms – und sie liegt noch in weiter Ferne.

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