Zirkus gastiert in Kalkars Wunderland

Sommerprogramm : Zirkus-Zauber im Kernie’s

Während des gesamten Sommers gastiert in Kalkars „Wunderland“ der Circus „Belly Wien“. Zum Start gab’s einen Familien-Zirkustag. Profis in der Manege waren zu bestaunen, dazu fanden Workshops statt.

Maskottchen „Kernie“ hat Konkurrenz bekommen: Den ganzen Sommer über gibt es da noch jemanden mit roter Nase, genauso lustig, zu Scherzen aufgelegt und mit dem Schalk im Nacken. Im Allgemeinen beschränkt sich dieser Typ allerdings auf die Manege, denn er ist Clown bei „Belly Wien“. Dieser Zirkcus gastiert mindestens bis Ende August im Kalkarer Wunderland und ergänzt das dortige Unterhaltungsangebot. Am vergangenen Wochenende spazierten er und seine Freunde allerdings auch durch den Freizeitpark und luden die Kinder ein, ins Zirkusleben einzutauchen.

Zweierlei war möglich: ein halbstündiges Programm der Profis im großen Zelt zu besuchen oder selbst tätig zu werden. Am Sonntag, dem „Zirkustag“, wurden nämlich Workshops angeboten, in denen kleine Jonglage-Einheiten und Balance-Acts einstudiert werden konnten, wer mochte, durfte auch mal ein Clown sein und das Erlernte anschließend den Eltern vorstellen. Samstag und Sonntag jeweils zweimal begrüßte Direktor Roman Zinnecker die Wunderland-Gäste in seiner guten Stube, am Wochenende waren jeweils alle Plätze besetzt. Auch in den kommenden Wochen ist die Show für die Gäste ohne zusätzliches Ticket zu sehen: Täglich um 12.30 und um 16.30 Uhr beginnt das etwa halbstündige Programm.

Der „Circus Belly Wien“ besitzt neben Pferden und Ponys auch Elefanten, Lamas und andere Wildtiere; im reduzierten Kalkar-Programm beschränkt sich die Direktion allerdings auf Pferdevorführungen. Weitere Tiere gibt’s bei der Tierschau zu sehen, die für einen Extra-Euro nach der kleinen Vorstellung besucht werden kann. Das Unternehmen stellt den Gästen dabei auch kostenlos Futter zur Verfügung, das an die zahmen Vierbeiner verteilt werden darf. Leckereien für Zweibeiner in der Loge und den Sitzreihen gibt’s übrigens auch: Zuckerwatte und Wassereis.

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„Belly Wien“ kommt auch außerhalb der Manege mit viel Farbe daher: Sowohl die traditionellen Zugmaschinen der Wohnwagen, als auch die hochmodernen Lastwagen sind leuchtend rot und gelb lackiert; sie zu übersehen ist kaum möglich. Auch das Zelt macht einiges her, ist technisch und vom Komfort für die Besucher her auf dem neuesten Stand. Nur die Belüftung, die ist so, wie man sie in einem zelt von jeher erwartet - zumal, wenn es draußen 30 Grad heiß ist. Unter der Hitze hatten dann allerdings die Artisten wohl noch mehr zu leiden als die Zuschauer; unter der Kuppel schwitzten die Akteure auf Drahtseil und Trapez sichtlich - und strahlten dennoch professionell.

Ein schriller Pfiff des Clowns kündigt den Auftritt des Zirkusdirektors an. Im dunkelen Anzug mit goldenen Litzen stellt Roman Zinnecker die Mitglieder seiner Familie vor: Mandy, die einen Spagat auf dem Drahtseil macht und zu südamerikanischen Rhythmen tanzt, Nadja, die sich an Tuchbändern hoch hinauf in die Kuppel schwingt, fliegend durch das Zelt kreist und schließlich an den Tüchern zu Boden saust, dass manchem der Atem stockt, schließlich Nelly, die mit einer Freidressur überzeugt: Der Schimmel Castellano gehorcht ihr aufs Wort, trabt, hockt und liegt, wie seine Chefin es wünscht. Dabei sieht er gleichbleibend stolz und elegant aus. Die letzten Lacher bekommt sein Kumpel ab, ein winziges Shetlandpony. Dann ist das Programm vorbei, und es locken wieder Karussells, Wildwasserbahn sowie Gratis-Pommes, Cola und Eis.

Der Familienpark im Wunderland ist in den Ferien täglich bis 18 Uhr geöffnet, Karten gibt es vor Ort (27,95 Euro) und vergünstigt (23,95 Euro) im Internet. Wer erst um 16 Uhr kommt, zahlt nur zehn Euro.

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