Kleve: Zehn Jahre hart an der Grenze

Kleve : Zehn Jahre hart an der Grenze

Grund zum Feiern in der Viller Mühle: Am 2. Juni geht es in die 40. Runde "Hart an der Grenze". Karten gibt es keine mehr.Der WDR 5 sendet die Aufnahme am 9. Juni. Die Veranstalter können auf zehn erfolgreiche Jahre zurückblicken.

Seit mittlerweile zehn Jahren wird unter dem Titel "Hart an der Grenze" Kabarett im Sacklager der Viller Mühle aufgeführt und eine Woche Später im Unterhaltungsprogramm des Radiosenders WDR 5 ausgestrahlt. Am Samstag, 2. Juni, geht die vierzigste Folge über die Bühne.

2007 im Sacklager: die Kult-Band aus Köln Köbes Underground. Foto: Evers

"Hart an der Grenze" war das Programm stets. Und das nicht nur geografisch aufgrund der Nähe zu den Niederlanden. "Auch Inhaltlich reizen wir die Grenzen der Satire aus", sagt der Initiator des Projektes, Bruno Schmitz.

Hausherr Heinz Bömler auf der Bühne des stets gut gefüllten Sacklagers. Foto: Klaus Dieter Stade

Beim Publikum kommt das Konzept gut an. Die Shows sind bereits Monate im Voraus ausverkauft. Leute strömen längst nicht mehr nur aus der unmittelbaren Umgebung in die Mühle. "Einmal hatten wir sogar eine Kartenbestellung aus München", erzählt Schmitz.

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Aber nicht nur Zuschauer finden Gefallen am Kabarett aus dem Sacklager. Zahlreiche Prominente Vertreter traten schon in der Mühle auf: Knebel, Appelt, Somuncu, Pohl, Mockridge und Freytag.

Die Liste ist ebenso eindrucksvoll wie lang. Zwar gebe es für alle Künstler die Möglichkeit, sich hinter der Bühne von einer Masseuse verwöhnen zu lassen. In erster Linie sei es aber die Atmosphäre und Stimmung, die immer wieder hochkarätige Entertainer an den unteren Niederrhein locke, so Stammgast und Kabarettist Wilfried Schmickler.

Zusammen mit Gernot Voltz, führt er die Zuschauer durch das Programm, das immer aus drei Auftritten besteht. "Wir haben jedes Mal einen etablierten und bekannteren Künstler, einen Musiker oder eine Band und einen Newcomer dabei", erklärt Schmickler. Natürlich wirken die beiden Moderatoren auch selbst mit. Nicht mit Versatzstücken aus ihrem Programm, sondern mit neuen, eigens für diesen Abend geschriebenen Texten. "Wir treffen uns extra vor jeder Show", erzählt Voltz.

Auf der Bühne selbst sei es dann wichtig, dass man immer so spielt, als würde man live gesendet, so Schmickler. Auch wenn die Sendung erst eine Woche später ausgestrahlt wird. "Schneiden oder nachbessern müssen wir nicht. Auch das macht uns aus", betont der Spaßmacher.

Ein Erfolgskonzept an das Hans Jacobshagen, WDR 5-Redaktionsleiter, nicht so recht glaubte, als Schmitz vor zehn Jahren mit der Idee zu ihm kam. Zwar war er begeistert, als er in der von Hausherr Heinz Bömler liebevoll im Stil der 50er Jahre gestalteten stillgelegten Öl- und Getreidemühle stand, doch war er sich sicher, dass der Standort Kessel nicht genug Leute anziehen würde. "Mir kam es so vor, als sei Goch einfach zu weit weg. Zu weit weg von allem", erinnert sich Jacobshagen. Letztlich ließ er sich überreden und gewährte Bruno Schmitz einen Versuch, ihn zu überzeugen.

Eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält und so schnell auch nicht zu Ende sein wird. "Die Termine für das nächste Jahr stehen bereits und ich werde bald auch die ersten Kollegen verpflichten", verrät Schmitz. Wer dabei sein möchte, sollte sich allerdings früh genug um Karten kümmern. Die Shows bis zum Ende diesen Jahres sind bereits seit Monaten ausverkauft.

Ausgestrahlt wird die 40. Folge "Hart an der Grenze" am 9. Juni, ab 16 Uhr, auf der Welle WDR 5.

(miv)
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