Seit 2007 in der Stadt Zahnwelten Paeßens erweitert den Standort in Kleve

Kleve · In den bestehenden Räumen an der Hoffmannallee stieß das Familienunternehmen zuletzt an Grenzen, per Treppe oder Aufzug sind die neuen Zimmer erreichbar. Hinter der Expansion steckt eine Menge Arbeit.

 Das Paeßens-Team in den neuen Räumlichkeiten.

Das Paeßens-Team in den neuen Räumlichkeiten.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Dort, wo jahrelang Haare geschnitten und während der Pandemie Corona-Tests gemacht wurden, wird nun an Zähnen, Zahnfleisch, Kiefer und Mundhöhle gearbeitet: Paeßens Zahnwelten hat den Klever Standort an der Hoffmannallee erweitert, im Erdgeschoss des Elefanten Oberstadt Centrums (eoc) wurden drei Behandlungszimmer eingerichtet. Seit der vergangenen Woche werden dort Patienten behandelt. „So wollen wir die Terminvergabe noch flexibler gestalten, denn insbesondere am Vormittag kann es schonmal eng werden“, sagt Geschäftsführerin Maria Paeßens. In den bestehenden Räumen stieß man zuletzt an Grenzen, per Treppe oder Aufzug sind die neuen Zimmer erreichbar.

Vor allem morgens und vormittags könne es stressig zugehen, denn: Dann sind vor allem Mitarbeiterinnen als Teilzeitkräfte im Einsatz. „Viele Mütter möchten nach ihrer Schwangerschaft verständlicherweise nicht sofort in Vollzeit zurückkehren, sondern in Teilzeit wieder anfangen – zumal es oft schwierig ist, einen passenden Kitaplatz im Kreis Kleve zu finden“, sagt Paeßens, die mit ihrem Ehemann Theodor 1989 in Kalkar die erste Praxis eröffnet hat. 2007 kam die Praxis in der Kreisstadt hinzu, 2020 folgte ein Standort in Kevelaer, wo Sohn Fritz als zahnärztlicher Leiter tätig ist. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen derzeit knapp 130 Mitarbeiter in der Region, darunter auch viele in Teilzeit.

Um die Zeiten des größten Andrangs bewältigen zu können, habe man sich räumlich vergrößern wollen – es geht um Entzerrung. So wolle man auch stärker den Wünschen der Belegschaft nach einer passenden Work-Life-Balance gerecht werden. Und: „Die Lage ist ideal“, sagt Paeßens, die das Projekt maßgeblich vorangetrieben hat. Zuvorderst soll in den lichtdurchfluteten Räumlichkeiten übrigens zahnmedizinische Prophylaxe und Zahnreinigung stattfinden. „Für die Motivation und Instruktion der Patienten und die sorgfältige Reinigung der Zähne benötigt man Platz und Zeit“, sagt Theodor Paeßens. Und als Zahnmediziner weiß er: Prophylaxe ist wichtig, mehrfach im Jahr solle man daher im Behandlungsstuhl Platz nehmen. Das gelte für Kinder und Erwachsene. „Ursache für viele Zahnerkrankungen sind Beläge, die sich an den Zähnen ablagern“, sagt Theodor Paeßens. Die könne man bei der Prophylaxe entfernen. Damit die Räume am eoc von Dentalhygienikern zahnmedizinisch genutzt werden können, musste übrigens kräftig gewerkelt werden. Es brauchte hohe Decken, Behandlungsplätze mit aufbereitetem, keimfreien Wasser und zig Stromanschlüsse.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort