Kleve: "Young Americans" kommen nach Kleve

Kleve: "Young Americans" kommen nach Kleve

Zum sechsten Mal organisieren Jugendzentrum Kalle und Jugendamt der Stadt Kleve den Workshop der Studenten aus den USA. 130 jugendliche Teilnehmer aller Schulen sind eingeladen, auf der Bühne zu zeigen, was sie drauf haben.

Sie reisen durch die ganze Welt und stellen innerhalb von drei Tagen mit jugendlichen Akteuren ein musikalisches Bühnenprogramm auf die Beine, das es in sich hat. Die "Young Americans" kommen vom 11. bis 13. Mai nach Kleve. Seit zwölf Jahren organisiert das Jugendzentrum Kalle zusammen mit dem Jugendamt der Stadt Kleve den Workshop, an dem 130 Jugendliche im Alter zwischen 11 und 20 Jahren teilnehmen können. "Wir sind einfach voll und ganz überzeugt von diesem Projekt. Es ist für Teilnehmer und Zuschauer gleicher Maßen ein großes Erlebnis", sagt Jugendamtsmitarbeiterin Claudia Küppers. In diesem Jahr sind es 36 junge Studenten plus ein Dozent des "California Pacific College of Performing Arts", die mit den Teilnemern Solo- und Chorgesang, Tanz und Bühneninszenierung einstudieren. Zum Abschluss findet in der Klever Stadthalle eine professionelle Aufführung statt. Bevor die Workshop-Teilnehmer die Bühne füllen, werden die Profi-Trainer eine musikalische Zeitreise präsentieren: Musical-Melodien, Gospel, Jazz, Step-Tanz - alles live vorgetragen, wie auch die nachfolgende Show, in der die Klever Teenies und Jugendlichen zeigen werden, was sie im Workshop gelernt haben und was sie drauf haben.

"Das Projekt ist musikalisch, aber eigentlich ist es pädagogisch", so Claudia Küppers. Für die Teilnehmer sei es ein ganz besonderes Erlebnis, auf der Bühne zu "wachsen". Es stärke den Glauben an sich selbst in besonderer Weise. Ganz bewusst sind Schüler aller Klever Schulen angesprochen. "Das ist eine Besonderheit in Kleve", erklärt Frank Rensing, pädagogischer Mitarbeiter vom Kalle. Während die "Young Americans" in anderen Städten von einzelnen Schulen eingeladen würden, sei das Projekt in Kleve schulübergreifend. Mitmachen sei so kein Zwang, sondern völlig freiwillig und aus echtem Interesse.

Die Trainer aus den USA sind in insgesamt 21 Gastfamilien untergebracht. "Wir haben keine Schwierigkeiten, Gastfamilien zu finden. Die meisten sind schon mehrmals dabei gewesen", so Küppers. Nicht nur für die Teilnehmer, auch für die Gastfamilien sind die drei Workshop-Tage eine sehr intensive Zeit. "Musik, Tanz, Performance bestimmen das Leben", erzählt die Jugendamtsmitarbeiterin. "Für mich ist der Besuch der Truppe immer der Höhepunkt meines beruflichen Lebens, weil die Kinder und Jugendlichen einfach über sich hinaus wachsen", beschreibt sie ihre Eindrücke.

  • Kleve : Karten für "Young Americans"

Zur Zeit sind die amerikanischen Studenten auf einer drei monatigen Tour durch Europa und führen 22 Workshops durch. Ihre künstlerische und pädagogische Arbeit finanziert sich durch Beiträge der Teilnehmer in Höhe von 50 Euro. In Kleve unterstützt die Stadt Kleve das Projekt, so dass alle Klever Jugendlichen nur 30 Euro zahlen. Wer aus umliegenden Gemeinden kommt, muss 50 Euro bezahlen. Frank Rensing betont, dass es für Teilnehmer, die das Geld nicht aufbringen können, Fördermöglichkeiten gibt. "Am Geld soll es nicht scheitern", sagt er. Wer mitmachen möchte, sollte sich recht bald beim Kalle an der Lindenallee 99 (neben der Christus König Kirche) oder über die Internet-Seite www.jz-kalle.de anmelden.

In Kleve gibt es bereits einen festen Stamm von begeisterten jungen Akteuren, teilen die Organisatoren mit. "Wir freuen uns sehr auf die Aufführung, das ist musikalische, sportliche und emotionale Höchstleistung. Für die Zuschauer Gänsehautfeeling pur", sagt Claudia Küppers.

(ath)