1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Kleve: "XOX-City" für 20 Millionen Euro geplant

Kleve : "XOX-City" für 20 Millionen Euro geplant

Der Kevelaerer Unternehmer Georg Ruffen will für mindestens 20 Millionen Euro ein Gebäude an der Briener Straße errichten. Geplant sind 200 Wohn- und 50 Büroeinheiten, außerdem ein Schwimmbad und ein Restaurant im Innenhof.

Georg Ruffen hat in Kleve Großes vor. Der Unternehmer aus Kevelaer will an der Briener Straße eine Mischung aus Wohnanlage und Bürotrakt errichten. Mehr als 20 Millionen Euro will er dort, wo sich das derzeit von "Lampen Udo" genutzte Gebäude und die Lagerhalle des XOX-Gelände-Eigentümers Udo Tjaden befinden, investieren. Einen Hektar, also 10 000 Quadratmeter, umfasst das Gelände zwischen dem Autohaus Banaszak, dem Straßenbahndepot und der Briener Straße, das Ruffen sich bereits gesichert hat.

In Bedburg-Hau hatte Ruffen im vergangenen Jahr sein Vorhaben, für 4,5 Millionen Euro insgesamt 90 Wohnungen überwiegend für Studenten zu bauen, aufgrund des Widerstands der Anwohner aufgegeben. Auch in Kranenburg hatte es Widerstand gegen ein geplantes Bauprojekt des Kevelaerers gegeben. An diesem Projekt möchte Ruffen nun nicht mehr festhalten, stattdessen lieber in Kleve bauen.

Die Planungen für Kleve im Detail: "Wohnen an der XOX" heißt die GmbH, die Ruffen mit einem Partner aus der Baubranche eigens für die Errichtung des Bauprojekts gegründet hat, dessen Arbeitstitel wiederum "XOX City" lautet. Hochwertiges Wohnen will Ruffen dort ermöglichen — sowohl für Studenten als auch andere Mieter. Umweltfreundliches Wohnen lautet das Konzept — ein Mix aus Studenten, Familien und Senioren soll einziehen.

Die Anlage ist in drei miteinander verbundene Gebäude gegliedert. Längs der Briener Straße soll der Bürotrakt, dessen Klinkerfassade sich an die heutige Bebauung der Briener Straße anlehnt, errichtet werden. Bis zu 50 Büros sollen dort Platz finden. Die Büroräume sind ebenso variabel in der Größe wie die Wohnungen: Bei Bedarf werden mehrere Einheiten miteinander verbunden. Rund 200 dieser Einheiten sind fürs Wohnen gedacht. 22 Quadratmeter sind die Einheiten jeweils groß und können durch besagte Verbindung auf 44 oder 88 Quadratmeter erweitert werden. Die Wohnräume sind mit einer Nasszelle sowie einer Küchenzeile ausgestattet und werden möbliert vermietet. "Wir bieten den Mix aus 60 Prozent Wohnen und 40 Prozent Gewerbe, der für das dortige Mischgebiet gefordert ist", erläutert Ruffen.

Das Gebäude erstreckt sich in V-Form über das Gelände. Vom Bürotrakt aus gehen die beiden Wohntrakte ab dem ersten Geschoss in spitzem Winkel ab; im Erdgeschoss gelangen die Bewohner durch einen Durchgang in einen der beiden begrünten Innenhöfe. Vier Geschosse plus Staffelgeschoss hat das gesamte Gebäude. So erreicht es die Höhe der Hochschule Rhein-Waal, die sich auf der anderen Seite der Spoy befindet, und auch in der Gestaltung der Fassaden das architektonische Vorbild von "XOX City" ist. Die sollen nämlich von außen, ähnlich wie bei der Hochschule, voraussichtlich in Schwarz und Weiß gehalten werden.

Im zweiten Innenhof, und das soll ein Highlight des Wohnquartiers werden, will Ruffen einen 24 Mal fünf Meter großen Swimmingpool auf einem Podest errichten. An seiner Seite soll ein Restaurant stehen (Ruffen: "Hochwertig, kein Schnellrestaurant."), das den Bewohnern und allen sonstigen Besuchern offen steht. Es soll Fitnessräume und eine Sauna geben. Die Pläne sehen eine Tiefgarage mit 200 Stellplätzen und weiteren vor dem Gebäude vor.

Das gesamte Gebäude ist als Niedrigenergiehaus mit eigener Stromversorgung geplant. Das weiß wohl auch Prof. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal zu schätzen, die sich laut Ruffen vorstellen kann, in "XOX City" Büroräume anzumieten. Dort könnte das Technologietransferzentrum der Hochschule untergebracht werden.

Der Bebauungsplan ist seit Mitte Februar aus der Offenlage raus. Jetzt entscheidet die Politik, ob Ruffen sein Projekt verwirklichen darf.

(RP)