Kleve: Xantener Wasser für das Klärwerk

Kleve : Xantener Wasser für das Klärwerk

Ein Vertrag mit Xanten sorgt für bessere Auslastung der Anlage in Hönnepel.

Dass die Molkerei Friesland geschlossen wurde, kann Kalkars Bürgermeister Gerhard Fonck bis heute nicht nachvollziehen. "Aber das sind unternehmerische Entscheidungen, auf die eine Kommune keinen Einfluss hat", sagt der Verwaltungs-Chef der Stadt Kalkar. Eine Folge des Weggangs war auch, dass ein großer "Kunde" des Klärwerks in Hönnepel verlorenging. Seitdem hat die Anlage größere Kapazitäten frei. Um diese besser zu nutzen, ist bereits Haffen an Hönnepel angeschlossen worden, und bald wird sogar Abwasser aus einem anderen Kreisgebiet in Kalkar geklärt. Gestern unterzeichneten Vertreter des Abwasserbehandlungsverbands Kalkar-Rees mit der Stadt Xanten und der Entwässerungsgesellschaft Lineg eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung. Ab dem kommenden Jahr soll Abwasser aus den Xantener Ortsteilen Vynen und Marienbaum in Hönnepel gesäubert werden.

Xantens Bürgermeister Thomas Görtz sprach sogar von einem historischen Tag, der Vertrag sei ein Musterbeispiel für gelungene Kooperation zwischen verschiedenen Kommunen. Unterm Strich sollen alle davon profitieren: Durch Xanten als neuen Kunden steigt die Auslastung der Anlage, gleichzeitig kann Xanten im Gegenzug die Kläranlage in Vynen stilllegen. Die Sanierung der Kläranlage aus den 70er Jahren hätte 400 000 Euro gekostet. Da ist die Kooperation mit Kalkar finanziell günstiger. Eben das war den Beteiligten aus allen drei Kommunen auch wichtig. Durch die Zusammenarbeit könnten die Abwassergebühren langfristig stabil bleiben. Also würden auch die Bürger direkt von dem neuen Vertrag profitieren.

Vynen und Marienbaum sollen über eine 7,5 Kilometer lange Druckrohrleitung mit der Kläranlage in Hönnepel verbunden werden.

(zel)
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