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Kreis Kleve: Neue RP-Serie widmet sich Bauen und Wohnen

Neuer Themenschwerpunkt : Bauen und Wohnen im Fokus

Wie leben die Menschen im Kreis Kleve – und wie wird sich das in den kommenden Jahren verändern? Mit einem neuen Schwerpunkt richten wir den Blick auf Bauen und Wohnen am Niederrhein.

Wie leben wir heute im Kreis Kleve? Und wie in Zukunft? In den kommenden zwei Wochen werden wir uns gezielt dem Thema „Bauen und Wohnen im Kreis Kleve“ widmen. Das ist so vielfältig wie die Bürger am Niederrhein selbst. Im Corona-Jahr 2020 wurde mit Verkäufen im Wert von rund 804 Millionen Euro ein neuer Rekordumsatz am hiesigen Immobilienmarkt erzielt. Und: Die Preise für Wohnimmobilien und Grundstücke in guten und sehr gute Lagen steigen weiter. Laut NRW-Bank ist in Kleve ein Einfamilienhaus ab 248.000 Euro (statistischer Durchschnittspreis) zu haben. Die tatsächlich abgerufenen Preise liegen aber oft weit darüber – vor allem für Neubauten in attraktiver Lage. Mit 260 Euro für einen Quadratmeter Bauland in guter Lage muss der künftige Häuslebauer in der Kreisstadt am tiefsten in die Tasche greifen.

Aber der Kreis Kleve wird sich in Zukunft wandeln: Bis zum Jahr 2040 prognostizierte das Institut für Wohnen und Stadtentwicklung ALP im Auftrag des Kreises Kleve ein Bevölkerungswachstum von 0,9 Prozent auf dann 314.092 Einwohner. Die Schere wird dabei auseinander gehen: Während Weeze, Straelen und Wachtendonk den Berechnungen zufolge besonders stark wachsen, Kranenburg, Kleve, Bedburg-Hau und Emmerich zumindest noch gemäßigt, wird es in anderen Teilen des Kreises zu einem Bevölkerungsrückgang kommen. So in Kalkar, Goch, Uedem und Rees, aber auch in Kevelaer, Geldern, Issum und Kerken, mit Abstrichen auch in Rheurdt.

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In den kommenden Tagen und Wochen schauen wir auf die ganz unterschiedlichsten Aspekte des Wohnens. Wir geben einen Überblick, wo im Kreis Kleve die nächsten Baugebiete auf den Markt kommen, wo man vergleichsweise günstig leben und wo man tiefer in die Tasche greifen muss. Wir lassen einen Experten erklären, worauf man beim Hausbau und Hauskauf achten muss. Aber wir zeigen auch Formen besonderen Wohnens: Worauf muss man achten, wenn man in ein Denkmal ziehen möchte? Wie funktioniert im Jahr 2021 eigentlich ein Null-Energie-Haus? Und wie bekommt man seine eigenen vier Wände für das Alter angepasst? Dass bestehende Wohngebäude müssen angepasst werden müssen, sagen auch Experten. Der öffentliche Raum muss barrierefreier werden und gleichzeitig bezahlbar bleiben. Denn auch der Anteil der Leistungsempfänger von Grundsicherung im Alter wird in Zukunft deutlich steigen. Die Neubautätigkeit im Kreis Kleve muss sich stärker um Mehrfamilienhäuser kümmern, generationsübergreifendes Wohnen und lokale Treffpunkte wie Bürgerhäuser oder Nachbarschaftsgärten müssen gefördert werden.

Unser Leben ändert sich in den kommenden Jahrzehnten genau wie unsere Berufswelt. Der ländliche Raum hat Chancen auf eine Renaissance – die Stichworte lautet Homeoffice und flexible Arbeitszeiten. Fest steht: Das Thema bewegt auch junge Familien, die einen Platz für ihre ganz eigene Zukunft suchen. Neubaugebiete entstehen und wachsen, sind in den vergangenen Jahren zu einer Heimat geworden. Das Neu-See-Land in Goch ist nur ein Beispiel. In Zeiten von knappem Baugrund muss man aber auch die Not zur Tugend machen: In Kleve werden lange Gärten so zu mehreren Grundstücken. Wer über Heimat spricht, muss aber auch über die Dörfer und Ortschaften reden. Wie schaffen es die Kommunen, dass diese nicht abgehängt werden – und auch in Zukunft für Kinder und Enkelkinder attraktiv bleiben?

Schildern Sie uns gerne auch Ihre Erfahrungen: Wo drückt der Schuh, wo muss dringend etwas passieren? Wohnen und Bauen im Kreis Kleve – in den kommenden zwei Wochen sprechen wir darüber.