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Kleve: Wohnen im Patrizierhaus

Kleve : Wohnen im Patrizierhaus

Der Neubau des Altenpflegeheims im Seniorenzentrum Herz Jesu Kloster an der Hagschen Poort ist bezogen, der gläserne Pavillon steht ebenso vor der Vollendung wie die "Stadtmauer". 1,2 Millionen Euro werden investiert.

Das denkmalgeschützte Patrizierhaus steht leer, der Giebel zur Stadt 'runter ist mit Plane abgespannt. Während das neue, eingeschossige Glasfoyer als künftiger Haupteingang zur Seniorenresidenz Herz-Jesu-Koster an der Hagschen Straße in Kleve kurz vor der Vollendung steht, kündigt sich an der Nahtstelle von alt und neu die nächste Baustelle an. "Wir werden dort zehn Wohnungen einrichten, weitere 1,2 Millionen Euro investieren", sagt Ottmar Ricken, Geschäftsführer bei den Katholischen Kliniken im Kreis Kleve (KKIKK).

Derzeit werden die Ausbau-Pläne mit dem Denkmalschutz abgestimmt, bis zum Sommer soll der Bauantrag vorliegen, möglichst noch im Herbst mit dem Bau begonnen werden. In dem hochherrschaftlichen Patrizierhaus mit den schönen hohen Sprossenfenstern sind Seniorenwohnungen mit Wohn- und Schlafzimmer, Kochnische oder Küche geplant, die unterschiedlich groß sind. "Wir müssen uns ja am vorhandenen Altbau orientieren", sagt Ricken.

Ein Scharnier

Angeschlossen werden die Altenwohnungen im Patrizierhaus ebenfalls über das großzügige eingeschossige Glasfoyer, das wie ein Scharnier den 5,9-Million-Euro-Neubau des Pflegeheims mit den künftigen Wohnungen verbindet. In diesem Foyer wird auch noch eine Cafeteria eingerichtet, in der auch Gäste von außerhalb – beispielsweise von der gegenüberliegenden Volkshochschule – mal einen Kaffee trinken oder ein Häppchen essen können.

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Zur Straße hin wurde die ehemalige Putzfassade des Baus schon von den 1950er-Jahre-Klinkerriemchen befreit. Auch der jetzt noch abgespannte Giebel wird verputzt. Dahinter wird das neue Treppenhaus untergebracht, das dann an den eingeschossigen Glaspavillon anschließt. Geplant wird der Umbau von Wrede-Architekten aus Goch, die auch den Neubau und das Glasfoyer planten.

Im Altbau wird auch endlich wieder eine Kapelle eingerichtet, die durch den Abriss des alten Pflegeheimes verloren ging. "Wir feiern sechsmal in der Woche eine sehr gut besuchte Messe", sagt Pflegedienstleiterin Diana Pau. Doch vorher müssen der Bau des Glaspavillons und die Außenanlage zur Hagschen Poort hin fertig sein. Sie öffnet die Seniorenresidenz gegen die Stadt, lädt in einer weiten transparenten Geste ein.

Eine halbhohe Mauer wird den Verlauf des alten Gebäudes nachziehen, das ungefähr entlang der alten Stadtmauer gebaut war. Dahinter wird die Terrasse der Cafeteria liegen, die einen schönen Blick in Richtung Stechbahn und vor allem hinüber auf den Barockgiebel der kleinen Kirche bietet.

Dass beim Blick auf die Stadt nicht nur die Bewohner gern die Terrasse nutzen werden, ist Ricken klar. "Auch hier können Gäste hinzukommen", sagt Ottmar Ricken. Eine weitere Terrasse wird es später zudem noch hinter dem "Patrizierhaus" geben. In dem jetzt noch brachliegenden Bereich sind auch die noch fehlenden Parkplätze vorgesehen.

(RP)