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Kleve: Wohnbebauung auf dem Gelände der Margarine-Union

Kleve : Wohnbebauung auf dem Gelände der Margarine-Union

Der Klever Unternehmer Bernd Zevens, auch "Mom" genannt, ist seit heute 65 Jahre alt. Er hat in seiner Heimatstadt Kleve – und nicht nur hier – häufig die ganz großen Räder gedreht. Doch macht auch er sich Gedanken, wie ein angenehmer Übergang in den Ruhestand aussehen könnte.

Der Klever Unternehmer Bernd Zevens, auch "Mom" genannt, ist seit heute 65 Jahre alt. Er hat in seiner Heimatstadt Kleve — und nicht nur hier — häufig die ganz großen Räder gedreht. Doch macht auch er sich Gedanken, wie ein angenehmer Übergang in den Ruhestand aussehen könnte.

Denn, so sagt Zevens selbst: "Rente krieg' ich nicht." Der Wechsel in den neuen Lebensabschnitt sieht so aus, dass Zevens sich innerlich von zusätzlichen Großprojekten verabschiedet hat. "Es gibt noch zwei, drei Vorhaben, die ich noch umsetzen werde", sagt der Unternehmer. Eines davon heißt "Entwicklung des Geländes der Margarineunion", das Zevens 2001 kaufte.

Nach Informationen der Rheinischen Post wünscht sich Zevens dort unter anderem den Bau von Senioren- und Studentenwohnungen. In der heutigen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses der Stadt Kleve wird eine städtebauliche Rahmenplanung für das Gelände der Margarine-Union vorgestellt. Aber nicht nur für diesen Bereich: Auch das Gebiet, auf dem einst die Bensdorp-Fabrik stand sowie Flächen an der Bahnlinie, die im städtischen Besitzt sind, sollen in die Planungen einbezogen werden.

Was aus dem "The Rilano Hotel Cleve" wird, wenn das neue "The Rilano Hotel Cleve City" am Spoykanal fertiggestellt ist, gab Bernd Zevens bekannt. Das Hotel im Tichelpark wird in ein Zwei-Sterne-Haus der "garni"-Kette umgestaltet. Eine kleine Küche, so Zevens, werde das Hotel anbieten.

Beim Hotelneubau am Spoykanal läge man einigermaßen im Zeitplan, so Zevens. Die von außen gut sichtbaren Kälteaggregate, die auf dem Dach des Hotels angebracht wurden, hatten für Aufsehen gesorgt. Zevens kann alle beruhigen, die um den Fortschritt des Hotelbaus besorgt sind: "Die Kälteaggregate sind nicht genehmigungspflichtig. Wir werden uns jedoch darum bemühen, die derzeit noch deutlich sichtbaren Vorrichtungen zu optimieren und wenn machbar abzuändern."

Dass der 65-jährige Bernd Zevens sich noch nicht völlig aufs Altenteil zurückziehen wird, zeigt, dass er einen Termin auf jeden Fall noch wahrnehmen will. Nahezu turnusmäßig steht eine Zwangsversteigerung unter der Überschrift "Hotelanlage, Materborner Allee 3", beim Amtsgericht auf dem Programm. Für das "Parkhotel Schweizerhaus" mit 126 Zimmern und 311 Betten wird ein neuer Besitzer gesucht. "Da gehe ich hin, das gucke ich mir an", sagt Zevens. Für den Klever Unternehmer gibt es eine Möglichkeit, wie man mit dem Bau umgehen kann: Die Abrissbirne übers Gelände pendeln lassen und anschließend neuen Wohnraum schaffen.

(RP/rl)