Kleve: Wo ist die schönste Fassade?

Kleve : Wo ist die schönste Fassade?

Die Mitglieder des Arbeitskreises "Stadtgestaltung und Kultur" freuen sich über viele Vorschläge für den Fassadenwettbewerb des Klever Citynetzwerks. Susanne Rexing erläutert im Redaktions-Gespräch die Bedingungen.

Die ersten Vorschläge für den Fassadenwettbewerb des Klever Citynetzwerks sind da. Aber die Mitglieder des Arbeitskreises "Stadtgestaltung und Kultur" um Architekt Werner van Ackeren, Kino-Geschäftsführer Reinhard Berens und Susanne Rexing werden auch von vielen Fragen bestürmt.

"Jeder kann einen Vorschlag einreichen - aber es sollte schon ein kurzer Text dabei sein und ein Foto des Hauses — es geht nicht auf Zuruf an eines der Mitglieder des Arbeitskreises", sagt Architekt Werner van Ackeren.

Wie groß das Interesse an dem Wettbewerb ist, wie sehr sich die Klever mit dem Äußeren ihrer Stadt beschäftigen, zeigen die vielen Fragen, die das KCN erreichen, so van Ackeren und Susanne Rexing weiter. Rexing erklärte deshalb nochmals die Bedingungen.

Kann man denn auch moderne Gebäude einreichen oder ist der Wettbewerb nur für historische Fassaden gedacht? Sicher, denn genau wie alte Gebäude eine besondere Ausstrahlung schaffen, sei gute moderne Architektur eine wichtige Bereicherung für die Qualität der Innenstadt, sagt Rexing.

Können auch Fotos von Gebäuden mit Arztpraxen eingereicht werden oder sollen es nur Geschäftshäuser sein? Bei der Vielzahl an Praxisgebäuden trage eine gute Architektur zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Stadt bei. Das gelte auch für Häuser mit Arztpraxen.

Können auch Fotos von Wohnhäusern in Neubaugebieten eingereicht werden? "Nein! Dafür gibt es den Tag der Architektur bei dem Architekten und Bauherren ihre besonders gelungenen Beispiele aktueller Architektur der Öffentlichkeit zugänglich machen", sagt Rexing. Der KCN Wettbewerb "Fassade des Jahres 2011" beschränke sich auf das Klever Kerngebiet, in dem in der Regel die Geschäfte im Erdgeschoss und die Wohnungen in den Obergeschossen zu finden sind.

Nach welchen Kriterien werden die Vorschläge beurteilt? "Wir wollen beurteilen, wie harmonisch sich das Gebäude in die Umgebung einfügt, wie harmonisch die Gesamtwirkung von Erdgeschoss mit Ladenlokal oder Praxis und den Obergeschossen ist", sagt Rexing.

Dabei kann der gelungene Umgang mit alter Bausubstanz genauso ausgezeichnet werden wie das gelungene Einfügen moderner Architektur. Entscheidend sollen in allen Fällen die Kleinteiligkeit der Bausubstanz, der geschickte Umgang mit Werbeelementen und die Qualität der Architektur sein. Es können aber auch Objekte ausgezeichnet werden, die durch ein außergewöhnliches Energiekonzept überzeugen.

An wen muss man sich mit seinen Vorschlägen wenden? Die Wettbewerbsbeiträge sollen aus einem Foto der Fassade und einem Foto des Gebäudes mit dem Umfeld bestehen. Empfänger ist das Büro des KCN beim Klever Stadtmarketing in der Werftstraße 1, Stichwort "Fassade des Jahres 2011" bzw. per Mail an info@klever-city-netzwerk.de.

(RP)
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