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Wo im Kreis Kleve das Laub entsorgt werden kann

Biotonne und Co. : Wo im Kreis Kleve das Laub entsorgt werden kann

Während Kehrmaschinen im Kreis Kleve die Straßen vom Laub frei halten, stellen sich Gartenbesitzer und Anwohner die Frage, wie sie ihr Laub am besten entsorgen können. Was in der Laubsaison beachtet werden muss.

Es ist vieles schön am goldenen Herbst. So richtig schön sind auch die bunten Blätter, die ein für allemal von den Bäumen fallen. Wenn die Blätter aber dann einmal auf der Erde liegen und sich dort anhäufen, werden sie für viele Gartenbesitzer und Anwohner zur Plage. Dann stellt sich die Frage: Wohin mit all dem Laub?

„Laub in den Gärten wird in der Regel in der Biotonne oder am Wertstoffhof entsorgt“, sagt Karsten Koppetsch, Vorstand der Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK). Da fallen bei der Entsorgung aber natürlich auch Kosten für die privaten Haushalte an. Haushalten von bis zu sechs Personen steht dabei eine 120 Liter-Tonne, Haushalten von bis zu zwölf Personen eine Tonne mit 240 Liter Fassungsvermögen zur Verfügung. „Wenn ein Haushalt aber eine größere Tonne benötigt, weil er möglicherweise mehr Laub im Herbst zu entsorgen hat, dann kann er diese beantragen“, erzählt Koppetsch. Das kostet dann allerdings mehr.

In der Herbst- und Laubsaison sind aber genauso die Straßen voll von abgefallenem Laub. Wenn das Laub einmal nass wird, kann das für Fußgänger, aber auch für Rad- und Kraftwagenfahrer zur rutschigen Angelegenheit werden. Deshalb sind die Anwohner auch dazu angehalten, die Bürgersteige vor der eigenen Haustüre freizuhalten. Koppetsch sagt: „Das Laub von den Bürgersteigen zu kehren und aufzusammeln gehört zu den Aufgaben der Anwohner. Das steht so in der Straßenreinigungssatzung der Stadt Kleve.“ Dieser Satzung kann auch entnommen werden, für welche Straßen und/oder Gehwege sowie in welchem Umfang die Reinigungspflicht in Kleve auf die Anliegerinnen und Anlieger übertragen wurde. Die Satzung kann im Internet unter www.kleve.de (‚Ortsrecht’) oder auch www.usk-kleve.de (‚Umweltbetriebe’) abgerufen werden. Dabei solle das Laub von den Gehwegen nicht etwa auf die Fahrbahn oder in den Rinnstein gekippt werden, da dies zu verstopften Straßenabläufen führen kann. Vielmehr soll das Laub in den privaten Biotonnen entsorgt werden. Da kommt natürlich viel Laub zusammen. „Kleve ist auf der einen Seite mit den vielen Bäumen aus Klimaschutzgründen gepriesen. Auf der anderen Seite machen sie einfach viel Dreck“, sagt der Vorstand der USK.

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Oftmals reicht die private Biotonne nicht aus. Da müssen dann andere Mittel her. Auch das Entsorgen am Wertstoffhof der Umweltbetriebe Kleve ist für Privathaushalte mit Kosten verbunden. Der Müll, der dort abgeliefert wird, soll dabei haushaltsübliche Mengen von bis zu 200 Kilogramm nicht überschreiten. Bei Park- und Gartenabfällen sind das 2,10 Euro pro 100 Liter Biomüll. Besonders gilt zu beachten, dass der Wertstoffhof an der Briener-Straße in Kleve nur von Bürgerinnen und Bürgern aus Kleve und Kranenburg zur Verfügung steht.

Weitere Wertstoffhöfe, die von allen Bürgern des Kreises Kleve in Anspruch genommen werden dürfen, sind die der Kreis Kleve Abfallwirtschaft (KKA) in Bedburg-Hau-Moyland und in Geldern-Pont. Dort können ebenfalls kostenpflichtig Grünabfälle hingebracht werden, die Zuhause nicht mehr in die braune Tonne passen. „Dabei hängen die Preise bei unter 400 Kilogramm von den Liter-Pauschalen ab“, erklärt Gabriele Thoenissen von der KKA.

In Goch, Weeze, Rees und Geldern stehen von der Firma Schönmackers extra Laubcontainer zur Verfügung, die kostenlos von Bürgern der jeweiligen Kommune genutzt werden können. Zusätzlich kann man an den Wertstoffhöfen den „Sack“ für 109€ erwerben, der ein Kubikmeter Baumischabfälle fassen kann und ohne weiteren Aufpreis abgefahren wird.

Ein anderer Weg, das Laub zu entsorgen und dabei sogar Geld zu sparen, wäre das Kompostieren. Gartenbesitzer haben, wenn sie ihr Laub und weitere Gartenabfälle nachweislich kompostieren, die Möglichkeit, sich von der Biotonne und den Gebühren befreien zu lassen. Laub ließe sich aber schwierig kompostieren, sagt Gabriele Thoenissen. „An das Laub kommt wenig Luft dran und kann daher schlecht verrotten. Das kann man auch an den Laubhaufen am Straßenrand gut sehen.“ Deshalb sollte bei der Eigenkompostierung beachtet werden, dass Laub mit anderem, möglichst stickstoffreichem Material (wie z.B. Rasenschnitt) gemischt wird. Beim Entsorgen sollte auch berücksichtigt werden, „dass in der Biotonne Laub mit Bioabfall gemischt werden darf. Bei getrennter Sammlung sollte das Laub ohne Heckenschnitt und Bioabfälle sowie ohne Restmüll gesammelt und entsorgt werden“, erklärt Steffi Margos-Ludwig von der Firma Schönmackers.

Und obwohl das heruntergefallene Laub für Gärtner viel Arbeit bedeutet und für manche auch nicht so schön aussehen mag, ist es letzten Endes ein ideales Mulchmaterial auf den Beeten, es schützt den Boden vor dem austrocknen und kann daher ohne Bedenken dort liegen bleiben.