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Serie Evonik-Kinderuni: Wie Wasser aufwärts fließen kann

Serie Evonik-Kinderuni : Wie Wasser aufwärts fließen kann

Damit Wasser aus dem Boden in die Blätter von Pflanzen gelangt, muss eine Kraft wirken. Die Evonik-Kinderuni erklärt, welche das ist. Dazu gibt es ein Experiment, nicht nur für die kleinen Forscher in den Kitas, die bei der Aktion mitmachen.

Max gießt Blumen und guckt, wie das Wasser aus der Kanne tröpfelt. "Wasser läuft immer nach unten", sagt er. "Das weiß doch jedes Kind." "Ja", sagt Anna, seine Schwester und starrt Mamas Gummibaum an. Mama hat nämlich gesagt, dass das Wasser auch in den Spitzen der Blätter des Gummibaums ankommt. Aber die sind nicht unten, sondern oben und zeigen in den Himmel. Dann kann Wasser auch nach oben klettern? Wir haben ein Experiment, das euch zeigt, was da in der Pflanze los ist.

Zeichnet eine Blüte auf Papier und schneidet sie aus. (Wie sie aussehen sollte, seht ihr auf dem Bild zu diesem Artikel.) Knickt die Blätter nach innen um. Jetzt ist die Blüte geschlossen. Legt sie auf eine Wasseroberfläche und schaut, was passiert: Das Wasser wandert in die Spitzen der Blätter und die Blume öffnet sich. Ihr seid sicher neugierig, warum. Wir erklären es euch.

Sowohl in eurer Papierblüte als auch in echten Pflanzen wirkt eine Kraft namens Kapillarkraft. Sie macht, dass Wasser in dünnen Röhren hochsteigen kann. Es ist fast so wie bei einem Trinkhalm: Das Wasser wird regelrecht nach oben gesogen. Papier besteht nämlich aus ganz vielen kleinen Fasern, und zwischen diesen Fasern ist immer noch ein bisschen Platz frei. Das Wasser strömt in diese freien Räume zwischen den Fasern, die so ähnlich sind wie dünne Rohre, und macht sich dort breit. Das Papier quillt auf — und dabei dehnen sich auch die Knicke aus. Die Folge: Die Blätter eurer Blüte entfalten sich. Denn das Papier in den Knicken braucht jetzt mehr Platz, den bekommt es übers Öffnen.

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Die Kapillarkraft wirkt auch gegen die Schwerkraft. Schwerkraft ist die Kraft, die alles zur Erde zieht und macht, dass ihr mit den Füßen auf dem Boden bleibt und nicht durch die Luft fliegt. Für Pflanzen ist es wichtig, dass die Kapillarkraft stärker ist als die Schwerkraft. Denn Pflanzen benötigen Wasser zum Leben, und das steckt unten in der Erde, manchmal sogar sehr tief. Die Kapillarkraft schafft es, dass das Wasser durch die Wurzeln vom Boden aus aufwärts klettern kann. So bekommen die Pflanzen Feuchtigkeit und Nahrung — bis in ihre Spitzen. Denn die Kapillarkraft ist auch die Kraft, die das Wasser innerhalb der Pflanzen transportiert.

Das hat aber seine Grenzen. Forscher haben berechnet, dass Bäume nicht höher als 130 Meter werden können. Denn je höher ein Baum ist, desto schwieriger ist es für ihn, das Wasser ganz nach oben zu transportieren. In den Wipfeln der höchsten Bäume ist es wie in der Wüste: Es gibt kaum noch genügend Wasser. Die höchsten Bäume der Welt sind Mammutbäume. Sie können mehr als 100 Meter hoch werden. Der derzeit höchste lebende Baum steht in Kalifornien, USA, und ist 115 Meter hoch.

(RP)