Kleve-Kellen: Westerhoff: "Das KAG hat eine Zukunft!"

Kleve-Kellen: Westerhoff: "Das KAG hat eine Zukunft!"

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat jetzt den kommissarischen Direktor des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Kellen, Heinz Bernd Westerhoff, zum neuen Schulleiter bestellt. Der 47-Jährige dreifache Familienvater wohnt in Hamminkeln.

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG) in Kleve-Kellen hat jetzt auch offiziell wieder einen Chef. Heinz Bernd Westerhoff, bislang kommissarischer Direktor an dem Kellener Gymnasium, leitet seit dem 29. März die Geschicke der gut 700 Schüler im Ortsteil Kellen.

"Ich fühle mich sehr wohl beim Kollegium, den Eltern und Kindern", sagt Westerhoff im Gespräch mit unserer Redaktion. Der 47-jährige Oberstudiendirektor, der mit Frau und drei Kindern in Hamminkeln wohnt, ist über den zweiten Bildungsweg Lehrer geworden. Nach dem Abitur in Bocholt war er Landwirtschaftsmeister. Bei der Uni in Duisburg studierte er später Sozialwissenschaften und evangelische Religion. Sein Referendariat machte er in Emmerich im Willibrord-Gymnasium und an der Europahauptschule.

Von 2000 bis 2014 war er am Heriburg-Gymnasium in Coesfeld. "Das war meine Schule", erinnert er sich gerne an die Zeit, in der er auch für Öffentlichkeit und Schulentwicklung zuständig und zuletzt Koordinator in der Oberstufe war.

Parallel hat sich Westerhoff damals auch für seine Heimatstadt Hamminkeln stark engagiert. Er kümmerte sich federführend um das Anmeldeverfahren und provisorisches Schulprogramm der im Jahr 2012 gegründeten Gesamtschule. "Vom damaligen Bürgermeister bin ich gefragt worden, ob ich das machen würde. Gleich im ersten Jahr hatten wir bereits 258 Anmeldungen, 190 Schüler wurden angenommen", freut sich der Pädagoge über den Erfolg. "Das war für mich eine städtische Pflicht ohne Gehalt, eine gute Lösung für Hamminkeln", sagt der Pädagoge

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Im Jahr 2014 war dann in Kellen am KAG die Stellvertreter-Position zu besetzen. Heinz Bernd Westerhoff griff zu und war nur ein Jahr später schon kommissarischer Direktor, weil die damalige Schulleiterin erst in Elternzeit ging und anschließend nicht mehr zum KAG zurückkehrte.

"Ich bin von vielen Seiten ermutigt worden, mich für die Direktor-Stelle zu bewerben", sagt Westerhoff, der jetzt von der Bezirksregierung in Düsseldorf ernannt wurde. "Ich hoffe, dass ich bis zur Pension im Jahr 2037 im Kellener Adenauer-Gymnasium bleiben kann. In 20 Jahren habe ich die Möglichkeit, an der Entwicklung Kleves teilzunehmen. Gemeinsam mit der Stadt möchte ich den Neubau am Bahnhof entwickeln. Der Workshop stimmt mich positiv. Das KAG hat eine Zukunft", unterstreicht der neue Schulleiter und ergänzt: "Den Aufgaben werde ich mich mit ganzem Herzen stellen!"

Im neuen Schuljahr wird das KAG übrigens in der fünften Klasse vierzügig. Dazu gehören auch zwei Montessori-Klassen und eine GL-Klasse (Gemeinsam Lernen).

Mit der Qualitätsanalyse, eine Art Controlling, die kürzlich in allen Bereichen der Schule in Kellen durchgeführt wurde, zeigt sich Heinz Bernd Westerhoff mehr als zufrieden. Er sagt dazu: "Es gab sehr viele positive Dinge. Bei anderen arbeiten wir dran."

(RP)
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