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Arbeitslosenzahlen Februar 2020: Weniger Arbeitslose im Kreis Kleve

Arbeitslosenzahlen Februar 2020 : Weniger Arbeitslose im Kreis Kleve

Trotz witterungsbedingter Einschränkungen gibt es im Februar 2020 einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. In Sachen Coronavirus können Unternehmen Kurzarbeit beantragen.

(RP) Im Februar 2020 waren im Kreis Kleve – wie die Agentur für Arbeit vermeldet – insgesamt 8306 Menschen arbeitslos. Das ist ein Rückgang um 37 Personen oder 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit um 776 Personen oder 8,5 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote veränderte sich im Vergleich zum Vormonat nicht und blieb bei 5 Prozent. 

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit, SGB III) waren im Kreis Kleve im Berichtsmonat 3405 Arbeitslose gemeldet. Im Vergleich zu Januar ist das ein Anstieg um 45 Personen oder 1,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Arbeitslosigkeit um 237 Personen oder 7,5 Prozent höher. Im Bereich der Grundsicherung (Jobcenter Kleve, SGB II) wurden 4901 arbeitslose erwerbsfähige Hilfebedürftige betreut. Das sind 82 Personen oder 1,6 Prozent weniger als im Januar und 1013 Personen oder 17,1 Prozent weniger als im Februar 2019.

Darüber hinaus weist die Bundesagentur für Arbeit monatlich die Unterbeschäftigung aus. Als Unterbeschäftigte zählen nicht nur Arbeitslose, sondern auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit. Im Februar hat sich die Zahl der Unterbeschäftigten im Kreis Kleve um 87 Personen (+0,8 Prozent) auf 10.997 erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 588 Unterbeschäftigte weniger (-5,1 Prozent).

Die Arbeitgeber im Kreis Kleve meldeten im zurückliegenden Monat 446 offene Stellen. Das sind 104 mehr als im Vormonat und 221 weniger als im Vorjahr. Insgesamt sind derzeit 3279 Stellen zu besetzen.

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Kreis Kleve fiel im Februar gering aus, ist aber dennoch für einen Wintermonat erfreulich. Ein Anstieg war nur bei den jungen Menschen unter 25 Jahren festzustellen. Der Grund ist das Auslaufen der zwei- und dreieinhalbjährigen Ausbildungen. Hier beginnt für junge Fachkräfte erfahrungsgemäß eine Übergangszeit, bis sie einen Arbeitgeber mit Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern finden“, sagt Barbara Ossyra und hat einen aktuellen Hinweis in Sachen Coronavirus: So sei es für Unternehmen möglich, aufgrund von Lieferengpässen als Folge der Coronavirus-Epidemie konjunkturelle Kurzarbeit zu beantragen. Gründe für konjunkturelle Kurzarbeit können wirtschaftliche Ursachen oder unabwendbare Ereignisse sein. In Deutschland gibt es Erfahrungen damit, in der Vergangenheit zum Beispiel durch das Elbhochwasser oder die Schweinepest. Weitere Informationen: www.arbeitsagentur.de/unternehmen.