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Weltkriegsbombe in Kleve wurde entschärft

Weltkriegsbombe in Kleve : Bombe ist entschärft – 4500 Menschen dürfen in Häuser zurück

Der Kampfmittelräumdienst hat auf einem Baugrundstück an der Kapitelstraße einen zehn Zentner schweren Blindgänger entdeckt. Bis zu 4500 Menschen mussten evakuiert werden. Die Entschärfung begann um 18.30 Uhr. Um 19 Uhr gab es Entwarnung.

Seit den Morgenstunden war der Kampfmittelräumdienst mit Sondierungsarbeiten an der Kapitelstraße in Kleve beschäftigt. Erste Stichproben hatten den Verdacht ergeben, dass auf dem Areal an der Stiftskirche, wo die katholische Kirche ein neues Gemeindezentrum baut, eine Weltkriegsbombe liegt. Gegen 13.45 Uhr kam die Bestätigung: Es ist tatsächlich ein Blindgänger.

 Diesen Plan veröffentlichte die Feuerwehr vor der Evakuierung. Den rot eingefärbten inneren Sicherheitsradius von 500 Metern müssen alle Personen bis 16 Uhr verlassen haben.
Diesen Plan veröffentlichte die Feuerwehr vor der Evakuierung. Den rot eingefärbten inneren Sicherheitsradius von 500 Metern müssen alle Personen bis 16 Uhr verlassen haben. Foto: Feuerwehr Kleve

Es handelte sich um eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Entschärfung war zunächst für 17.30 Uhr geplant, sie verzögerte sich jedoch bis 18.30 Uhr. Um 19 Uhr dann die Entwarnung: Die Bombe ist entschärft. Die Menschen  können wieder zurück in ihre Häuser.

Die Ordnungsbehörden hatten zuvor einen inneren Sicherheitsradius von 500 Metern festgesetzt, insgesamt mussten rund 4500 dort lebende und/oder arbeitende Menschen bis spätestens 16 Uhr diese Zone verlassen. Die von der Evakuierung betroffenen Straßen hat die Stadt Kleve auf ihrer Homepage bekannt gegeben. Die Betroffenen konnten in der Mehrzweckhalle Materborn, Dorfstraße 28, oder in der Aula der Karl-Kisters-Realschule, Lindenstraße 3a, unterkommen.

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Der äußere Sicherheitsbereich erstreckte sich über einen Radius von einem Kilometer um den Fundort. Hier war auf die Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr zu achten. Die Bewohner des äußeren Sicherheitsbereiches durften sich während der Entschärfung nicht im Freien aufhalten. 

Von den Evakuierungen betroffen waren auch Altenheim-Bewohner, etwa von der Evangelischen Stiftung in Kleve. Dort sind Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes vorgefahren, um die Bewohner zu evakuieren. Sie wurden zum Beispiel zum Klever Krankenhaus, zur Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Bedburg-Hau oder zur Mehrzweckhalle in Materborn gebracht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Klever Innenstadt wird nach Bombenfund evakuiert