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Kleve: Weihnachtsschmuck vom Himmel geholt

Kleve : Weihnachtsschmuck vom Himmel geholt

In der Innenstadt ist Weihnachten nun offiziell vorbei: In dieser Woche holten Mitarbeiter der Umweltbetriebe die Weihnachtsbeleuchtung ein. Die Kugeln und Schwingen werden nun im Betriebshof eingelagert.

Lothar Stiebels wird auf der Hebebühne nach oben gefahren. Fachmännisch entfernt er mit nur einem Handgriff die rot leuchtende Kugel von ihrer Aufhängung. "Die sind nur mit einem Karabinerhaken befestigt, das geht ruckzuck", erklärt der Mitarbeiter der Umweltbetriebe. Zusammen mit seinen Kollegen Marco Brosch und Martin Krabbe schiebt er eine Nachtschicht mit Sondergenehmigung. Von 18.30 Uhr bis 2 Uhr am nächsten Morgen sind die Drei unterwegs, um die Weihnachtsbeleuchtung aus der gesamten Innenstadt zu entfernen.

Die Strecke fahren sie mit drei Wagen ab. Vorne und hinten je ein Lastwagen mit Hebebühne, in der Mitte fährt Marco Brosch mit den Kartons auf der Ladefläche. "Erst werden die roten Kugeln abgehängt", erzählt Stiebels. Und das bei voller Beleuchtung. "So sehen wir direkt, ob etwas kaputt ist", nennt er den Grund.

Marco Brosch nimmt den Kollegen die rund 15 Kilo schweren Kugeln ab und packt sie in Kartons. Pro Karton eine Kugel. Insgesamt passen aber nur acht Kartons auf die Ladefläche. "Wir können die Kartons nicht stapeln, weil die Kugeln sonst kaputt gehen könnten", sagt Brosch. Deshalb müssen die Männer zwischendurch immer wieder zum Betriebshof fahren, die Kugeln abladen und neue Kartons mitnehmen.

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Insgesamt müssen die Drei 67 Leuchtelemente abhängen. Ist eines kaputt, wird es aussortiert. "Dann wird geprüft, ob wir den Schaden selbst beheben können", sagt Rolf Jansen, Vorstand der Umweltbetriebe. Wenn nicht, müssen Experten ran. Die Kartons mit dem weihnachtlichen Leuchtwerk werden in einem abschließbaren Raum auf dem Betriebshof bis Mitte oder Ende November eingelagert.

Abschließbar muss der Raum auch sein, handelt es sich bei den Leuchtkugeln-und schwingen doch um wertvolles Gut: Für 120 000 Euro schaffte die Stadt die Beleuchtung im Jahr 2009 an. Die Neuanschaffung war nötig geworden, weil die Umrüstung der alten Beleuchtung auf Energiesparlampen zu teuer gewesen wäre.

Was jetzt in Kleve leuchtet, ist modernste LED-Technik. "Früher brauchten wir rund 660 000 Kilowattstunden Strom, jetzt nur noch rund 1 800 Kilowattstunden. Das ist schon ein enormer Unterschied", meint Jansen. Sieben Wochen lang erhellt der Schmuck die Fußgängerzone. Das kostet die Stadt rund 1000 Euro an Stromkosten. Mit der alten Technik stand nach der Weihnachtszeit rund das Neunfache auf der Rechnung.

Bis Mitte oder Ende November lagern die lämpchenbesetzten Kugeln jetzt wettergeschützt im Betriebshof. Dann fahren Lothar Stiebels, Marco Brosch und Martin Krabbe wieder raus, um die Dekoration für weitere sieben Wochen aufzuhängen.

(RP/rl)