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Kranenburg: Wehr: Großeinsatz an der Heiber-Schule

Kranenburg : Wehr: Großeinsatz an der Heiber-Schule

Die Jahresabschlussübung der Feuerwehren aus der Gemeinde Kranenburg mit 70 Brandbekämpfern brachte der Gemeinde-Wehrführung zahlreiche Erkenntnisse. Die gute Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen wurde gelobt.

Die Blaulichter der zahlreichen Löschfahrzeuge, die sich kürzlich rund um die Hanna-Heiber-Hauptschule am Galgensteeg in Kranenburg versammelt hatten, sorgten für eine gehörige Portion an Aufmerksamkeit in weiten Teilen der Bevölkerung. Hatte die Schule in der Vergangenheit nicht schon für genug Aufregung innerhalb der Gemeinde gesorgt? Sollte der vermeintliche Großeinsatz der Feuerwehr nun endgültig das Schicksal des Gebäudes besiegeln? Entwarnung, als sich die Schaulustigen der Schule näherten und darüber informiert wurden, dass die Feuerwehr mit mehr als 70 Wehrleuten aus allen Ortswehren der Gemeinde ihre Jahresabschlussübung absolvierte.

Aber was sollte bei der Übung geschehen, das ein solches großes Aufgebot an Hilfskräfte rechtfertigte? "Da sollten zunächst Monteure im Keller des Gebäudes einen Brand verursacht haben", schildert Kranenburgs Gemeindebrandinspektor Norbert Jansen gegenüber unserer Zeitung die Lage. Somit lag der Schwerpunkt für die anrückenden Helfer darin, in den verrauchten, riesigen Räumen nicht den Orientierungssinn zu verlieren und organisiert nach vermissten Personen zu suchen. Dabei galt es, die verletzten Monteure ebenso zu bergen, wie die dort eingesetzten Gasflaschen und die beiden Kanister mit gefährlichen, chemischen Reststoffen.

Und während einige Wehrleute unter schwerem Atemschutz die Kellerräume durchsuchten, leuchteten wiederum andere die Einsatzstelle entsprechend aus. Zudem durfte die Rettung der in der Schule befindlichen Kinder nicht aus den Augen verloren werden. Denn durch die überaus große Ablenkung aufgrund des Kellerbrandes waren die Töpfe im Kochunterricht der Schulküche unbeaufsichtigt geblieben. Der sich hieraus entwickelnde Küchenbrand hatte die Schüler in einen benachbarten Klassenraum gedrängt, die von den herbeieilenden Feuerwehrleuten gerettet und in Sicherheit gebracht werden mussten. Allerdings waren einige Schüler in ihrer Panik aus der Schulküche geflohenen und standen nun auf dem Dach der Pausenhalle. Personenrettung über Steckleitern, so die weitere Aufgabenstellung an die Einsatzkräfte. "Der gesamte Übungseinsatz wurde durch den Einsatzleitwagen II aus Kleve begleitet, der die Funktion der Übungsleitstelle übernahm, einzelne Löschzüge und -gruppen alarmierte, und während des Einsatzes die Meldungen zu erforderlichen weiteren Kräften, Fahrzeugen und besonderen Einheiten entgegennahm", erklärte der Wehrführer weiter. Überzeugend, die sinnvolle Bildung von Einsatzabschnitten durch den Einsatzleiter. "Aber auch die Kommunikation während der Übung stand auf dem Prüfstand und klappte hervorragend. Doch nicht nur per Funk, sondern auch durch kurze und effektive Besprechungen an neuralgischen Punkten zeigten die Kranenburger Wehrleute, dass sie gemeinsam eine schlagkräftige Truppe sind", zog ein zufriedener Wehrleiter seine erste Bilanz. Daher fiel die anschließende Manöverkritik zur von ihm und Ordnungsamtsleiter Willi Fleskes gesehenen Übung auch sanft aus.

Dennoch verschaffte sie der gesamten Wehrleitung weitere Erkenntnisse in der Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen innerhalb der Gemeindefeuerwehr. Der Dank ging zum Ende der Szenarien an die Löschgruppen Niel und Mehr für die Vorbereitung der Übung und an diejenigen, die sich an ihr beteiligt hatten. "Denn während es sich andere um diese abendliche Uhrzeit vielleicht auf dem Sofa bequem machen, übt ihr den Ernstfall", lobte Jansen abschließend das Engagement seiner Truppe, bei der er keine gravierenden Mängel während der Szenarien feststellen konnte. Dennoch will der Kranenburger Wehrführer die nächste Jahresabschlussübung mit anderen Schwerpunkten und Zielen stattfinden lassen, um weitere Dinge getreu dem Motto zu verfeinern: Nichts ist so gut, als dass es nicht noch besser gemacht werden kann.

(RP)