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Wegen Omikron fehlt auch viel Personal in Bus und Bahn

Personalausfälle drohen : Niag bereitet sich wegen Omikron auf Notfahrplan vor

Die Omikron-Variante bereitet auch im ÖPNV Sorgen. Sollten überdurchschnittlich viele Busfahrer ausfallen, müssten Linien gestrichen werden. Ein Mangel an Fahrern verschärft die Lage.

Der Verkehrsdienstleister Niag bereitet sich mit Notfallplänen auf eine Infektionswelle durch die Omikron-Variante vor. „Selbstverständlich arbeiten wir mit allen verfügbaren Kräften daran, dass sie gar nicht erst umgesetzt werden müssen“, heißt es vom Unternehmen. Für den Fall, dass überdurchschnittlich viele Busfahrer erkranken oder von den Gesundheitsbehörden in Quarantäne geschickt werden, müssten Fahrten aber vorübergehend gestrichen werden. Je nach Krankenstand an den Standorten und Busdepots in Geldern, Goch, Kleve, Moers und Wesel würden verstärkt sogenannte Springer von anderen Standorten eingesetzt. Auch Busfahrer anderer Niag-Standorte sollen zum Einsatz kommen. „Ziel ist es, so viele Fahrten wie möglich in dieser außergewöhnlichen Pandemiesituation durchführen zu können.“

Der Schutz von Fahrgästen und Kollegen stehe in der Pandemie aber an erster Stelle. „Die Fahrer arbeiten in der Pandemie seit zwei Jahren mit außerordentlichem Einsatz.“ Denn obwohl stetig neue Fahrer im Niag-Bildungszentrum ausgebildet werden, bestehe in der Region wie in ganz Deutschland nach wie vor ein erheblicher Mangel an Fahrpersonal. Das verschärfe die Lage in Ausnahmesituationen wie der Pandemie zusätzlich.

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Welche Linien wären konkret betroffen? „In den Kreisen Wesel und Kleve soll bevorzugt der Schülerverkehr aufrecht erhalten werden“, heißt es vom Unternehmen. Damit soll gewährleistet sein, dass Schüler ihren Schul- und Heimweg verlässlich antreten können. „In diesen Regionen wäre damit zu rechnen, dass sich die vorübergehenden Ausfälle auf die späten Vormittage und auf die Abendstunden konzentrieren“, heißt es von der Niag.

Auf nahezu allen Linien im Raum Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und im Duisburger Westen würden Linien durch die erforderliche Umstrukturierung der Fahrdienste teilweise gezielt ausgedünnt. In der Region sind neben den Schülern besonders viele Pendler unterwegs. Darum sollen sich Einschränkungen möglichst vor allem auf Einsatz- und sogenannte Verstärkerfahrten beschränken.

Um die Infektionsgefahr weiterhin so gering wie möglich zu halten, gilt seit Ende November 2021 die 3G-Regel: In allen Fahrzeugen im ÖPNV dürfen nur noch geimpfte, genesene oder getestete Personen mitfahren. Weiterhin ist es verpflichtend, in Bussen und Bahnen eine medizinische Maske oder eine Maske des Standards FFP2, KN95 oder N95 zu tragen. Es wird zudem empfohlen, die offizielle Corona-Warn-App zu nutzen.

Aktuelle Informationen über ausfallende Fahrten erhalten Fahrgäste in der NIAG-App und auf der NIAG-Homepage.