Kreis Kleve: Weeze leidet unter Luftverkehrsabgabe

Kreis Kleve: Weeze leidet unter Luftverkehrsabgabe

Ist der Airport Weeze im Kreis Kleve von einer Schließung bedroht? Das fragt sich zumindest der Flughafenverband Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) in einer Stellungnahme an die Bundesregierung. Thema des sechs Seiten starken Papieres sind die Auswirkungen der Luftverkehrsabgabe in Deutschland.

Demnach sind vor allem Regionalflughafen wie der Airport Weeze betroffen. "Airports, die zu über 75 Prozent vom Low-Cost-Verkehr leben, leiden besonders unter der Steuer", so ADV-Präsident Christoph Blume, gleichzeitig Chef des Düsseldorfer Flughafens, und ergänzt: "Während die großen, breiter aufgestellten Flughäfen wie Düsseldorf, München oder Frankfurt einen Passagierzuwachs von zehn Prozent vermelden können, liegt man in Münster, Dortmund, Weeze oder Frankfurt-Hahn durchschnittlich bei einem Rückgang von 2,7 Prozent."

Minus 6,7 Prozent in Weeze

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Der Airport Weeze verzeichnete im ersten Halbjahr 2011 sogar einen durchschnittlichen Passagierrückgang von 6,7 Prozent, wie der ADV bekannt gab. Ursächlich dafür sind Fluggesellschaften wie Ryanair, die als Reaktion auf die neue Steuer Verbindungen gestrichen hatten oder auf Flughäfen in den Niederlanden ausgewichen waren.

So hat es auch der ADV vorhergesagt: "Der gesamte nordrheinwestfälische und südwestdeutsche Raum wird Verkehre an die nahen Flughäfen in den Niederlanden, Belgien und Luxembourg verlieren."

(jul)
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