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WDR-Kammerkonzert mit Schubert und Beethoven in Kleve

Konzertreihe Stadt Kleve : WDR-Kammerkonzert mit Schubert und Beethoven in Kleve

Lieder des Tenors Christoph Prégardien und ein hochkarätig besetztes Klaviertrio mit der Geigerin Franziska Hölscher, dem Cellisten Jens-Peter Maintz und Daniel Heide am Klavier beim Reihenkonzert in Kleve.

Das Klever Konzertpublikum kann sich auf ein hochkarätiges klassisches Konzert freuen. Geboten werden Lieder und Klaviertrios. Das Kammerkonzert der Extraklasse beschließt die Klever Konzertsaison am Dienstag, 24. Mai, ab 20 Uhr in der Stadthalle. Es gastieren kein geringerer als der namhafte Tenor Christoph Prégardien und ein hochkarätig besetztes Klaviertrio mit der Geigerin Franziska Hölscher, dem Cellisten Jens-Peter Maintz und Daniel Heide am Klavier. Der Westdeutsche Rundfunk installiert dazu seine Mikrophone und zeichnet das Konzert auf.

Das Programm der vier prominenten Musiker kombiniert Werke von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert. Der in Wiener Adelskreisen etablierte Beethoven war das große Vorbild des jungen Schubert, der auf Beethovens Beerdigung als Fackelträger mitlief. Schubert konnte in der österreichischen Hauptstadt künstlerisch nie so richtig Fuß fassen, seine Werke fanden ihr Publikum eher auf den legendären „Schubertiaden“, kleinen Konzerten im eher privaten Freundeskreis.

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Prégardien und seine Freunde kombinieren Klaviertrio, Sonaten und Lieder der beiden berühmten Komponisten. Neben Beethovens „Gassenhauer“-Trio und der späten Cellosonate Nr. 4 C-Dur kommen phantasievolle und selten zu hörende Bearbeitungen schottischer und irischer Volkslieder zur Aufführung, begleitet vom Trio an den Instrumenten. Beethoven schrieb die Lieder zwischen 1809 und 1820 für den Liedsammler George Thomson aus dem schottischen Edinburgh.

Schubert eröffnet das Konzert mit seiner Violin-Sonate a-moll und vollendet es mit einer farbenreichen Auswahl seiner Lieder. Der Schöpfer des romantischen Klavierliedes hinterließ nach seinem kurzen Leben eine Fülle an lyrischen Vertonungen, in denen er auf der klassischen Tradition aufbauend zu einer ausdruckstarken, zukunftsträchtigen Klangsprache fand. Lieder wie das unbeschwerte „Im Frühling“, „Wanderers Nachtlied“, das todessehnsüchtige „Mutter Erde“ und vor allem der vom erst 18-jährigen Schubert vertonte „Erlkönig“ sind Kunstwerke in Miniaturform voller Emotion.

In der Symbiose von Dichtung und Musik experimentierte Schubert auf einzigartige Weise mit harmonischen Schattierungen, Wortdeklamation, kantabler Intimität und musikalischer Poesie. Zusätzlich zum Klavierpart treten bei einzelnen Liedern in der Trio-Version Violine und Violoncello mit dem Tenorpart in den Dialog. Der Rundfunk sendet den Konzertmitschnitt am 28. Juni 2022 um 20.05 Uhr auf dem Sendeplatz von WDR3., dem Klassik-Sender.

Um 19 Uhr an diesem Abend gibt Verena Krauledat die Konzerteinführung „Das dritte Ohr“ im Gespräch mit Christoph Prégardien und Daniel Heide. Das Konzert wird vom Kultursekretariat NRW gefördert.

Konzertkarten zum Preis von 18, ermäßigt 9 Euro, gibt es über kleve.reservix.de, Reservix-VVK-Stellen (unter anderem Buchhandlung Hintzen, DER PART Reisebüro) und bei der Rathaus-Info (Tel. 02821-84450). Einlass ist ab einige Minuten vor 19 Uhr möglich, das Konzert wird durch eine Pause mit Bewirtung unterbrochen. Das Tragen einer Maske ist nicht mehr verpflichtend, wird zur eigenen Sicherheit aber weiter empfohlen.

(RP)