Kleve: Was bis zur Stimmabgabe so alles getan werden muss

Kleve: Was bis zur Stimmabgabe so alles getan werden muss

Auch das Städtische Gymnasium Straelen macht bei den Juniorwahlen zur Bundestagswahl mit. Die Schüler übernehmen nach inhaltlicher Vorbereitung im Unterricht alle Aufgaben selber. Und das ist ziemlich umfangreich, wie die Schule erläutert. Die Zusatzkurse der Sozialwissenschaften in der Oberstufe stellen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Von der Bildung eines Wahlvorstandes über das Versenden der Wahlbenachrichtigungen, die Anlage eines Wählerverzeichnisses, das Aufstellen von Wahlkabinen und Wahlurne entsprechen die Vorbereitungen denen der "echten" Wahlen. Dabei hilft ein Betreuungslehrer.

Die Durchführung der Wahl erfolgt dann im Wesentlichen ebenfalls wie bei der Bundestagswahl: Die Teilnahme ist freiwillig. Die Schüler weisen sich aus und legen ihre Wahlbenachrichtigungen vor, bevor sie einen Stimmzettel enthalten, der optisch dem der Bundestagswahl entspricht. Wahlberechtigt sind alle 229 Schüler der Oberstufe. Der Unterschied liegt darin, dass die Schüler in den Mittagspausen außerhalb des Unterrichts und nicht am Sonntag wählen.

Im Anschluss an die Wahlen gleichen die Aufgaben der Wahlhelfer denen der offiziellen: Stimmen müssen ausgezählt werden. Und die Bekanntgabe des Ergebnisses darf erst nach Schließung der Wahllokale am 24. September erfolgen.

"Unsere Idee ist es, bei unseren Schüler schon frühzeitig das demokratische Bewusstsein zu stärken und die Teilnahme an Wahlen zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen, um demokratische Errungenschaften zu bewahren", fasst die stellvertretende Schulleiterin Kerstin Schneider zusammen.

  • Straelen : Was bis zur Stimmabgabe so alles getan werden muss

Die Juniorwahl soll den Schülern das spielerische Kennerlernen der Verfahren der parlamentarischen Demokratie ermöglichen. Sie können das "Wählen ausprobieren", bevor sie volljährig sind.

Den erfolgreichen Auftakt zur Teilnahme an den Juniorwahlen gab es im Mai bei den Landtagswahlen. Diese "politische Partizipation ist uns wichtig, auch wenn wir dafür einen hohen organisatorischen Aufwand betreiben müssen", sagte Betreuungslehrer Thomas Scharmann schon damals. Vor allem die Schüler der neuen Einführungsphase, die bereits im Mai an den Landtagswahlen teilgenommen haben, sehen der Bundestagswahl mit großem Interesse entgegen, berichtet das städtische Gymnasium. "So macht der Politikunterricht Spaß", war die einhellige Reaktion auf die Wahlen im Mai. "An den Bundestagswahlen möchten wir auch wieder teilnehmen", formulierte Anna Steffen aus der damaligen 9d.

(RP)