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Kleve: Warum Göttinnen so schön sind

Kleve : Warum Göttinnen so schön sind

Das Museum Het Valkhof in Nimwegen ist der Schönheit auf der Spur: Lippengloss und Rouge, Öle und Puder waren auch in der Antike probate Mittel. Die Göttin Aphrodite öffnet ihren Beautycase. Das Museum zeigt, dass Schönheit in der Antike nicht nur Thema für die Lebenden war.

nimwegen Töpfchen mit feiner Salbe, mit Rouge. Mit Edelsteinen verzierte Gefäße aus Silber und Gold für das Puder. Die Accessoires für den schönen Schein haben sich seit Jahrtausenden kaum verändert: Auch die schicke Griechin, die Römerin von Welt oder die Ägypterin achteten auf ihr Make-up ebenso, wie die Frau von heute. "Warum Göttinnen so schön sind" heißt es deshalb jetzt im Nimweger Museum Het Valkhof. Hier packt Aphrodite, die griechische Göttin der Liebe und der Schönheit, ihr Beautycase aus, verspricht Maarten Jeukens vom Nimweger Valkhof. Rund 700 Frauen waren gleich zur Ladys-Night vor der Eröffnung am Wochenende ins verglaste Museum am Markt gekommen, um an den Geheimnissen antiker Schönheits-Mittelchen zu schnuppern oder mit Erstaunen die Schönheits-Linien zu verfolgen, die den direkten Weg von der Antike ins Heute gefunden haben.

Die Ausstellung, die Töpfchen und Vasen, schmucke Schatullen für Öle und Puder und Schminke und Augen-Make-up aus der Römerzeit, dem alten Ägypten und dem Nahen Osten rund um eine kleine, 68 Zentimeter große antike Aphrodite präsentiert, ist bis Mitte August zu sehen. Zusätzlich hat die italienische Künstlerin Anna Utopia Giordano klassische Schönheiten an moderne Ideale "angepasst" – mit schmalen Taillen und Hüften, größeren Brüsten oder gleich aufs dürre Modelmaß "Size zero" abgemagert. Eine ihrer Fotoshop-Arbeiten, eine bearbeitete Venus von Botticelli, soll ab dieser Woche zu sehen sein, berichtet die Nimweger Tageszeitung "De Gelderlander".

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"Wir wollen die Schönheitsideale der Antike zeigen, wir wollen zur Entdeckungsreise einladen, welche Mittel damals schon die Frauen hatten, um sich schöner und anziehender zu machen", sagt Maarten Jeuken. Aus archäologischen Funden und antiken Texten wisse man heute, dass Salben, Make-ups und Parfüms in allen antiken Kulturen weit verbreitet waren, so Jeuken. Mit Lidschatten, Rouge und Lippenstift wurden schon damals Augen, Wangen und Lippen aufgefrischt. Das schönt nicht nur moderne Diven sondern auch schon antike Göttinnen.

"Öl und Parfüm spielten auch eine wichtige Rolle bei Hochzeitsritualen", sagt Jeuken. Kosmetische Produkte waren in der Antike aber nicht nur für die Lebenden gedacht. "Wenn jemand starb, wurde er oft mit Öl und Salbe balsamiert. Die Griechen gaben ihren Toten auch kostbare Parfümvasen mit auf die Reise", sagt Jeuken.

(RP)