Kalkar/Grietherort: Waldorf-Initiative sucht Schulstandort

Kalkar/Grietherort: Waldorf-Initiative sucht Schulstandort

Die Eltern, die zum Schuljahr 2019/20 eine Waldorfschule ins Leben rufen wollen, sind auf der Suche nach einem geeigneten Standort für die Schule. Sie führen daher Gespräche mit verschiedenen Kommunen im Kreis Kleve.

Dass sich bei den Eltern, die eine Waldorfschule ins Leben rufen wollen, in den letzten Wochen etwas getan hat, lässt sich schon am neuen Namen erkennen: Waldorfinitiative Niederrhein-Aue heißt die Gruppe jetzt. Der Namenswechsel hat etwas mit der Standortsuche zu tun, die jetzt im gesamten Einzugsgebiet Rees, Emmerich, Kleve und Kalkar stattfindet.

Die engagierten Eltern aus den verschiedenen Orten haben in den letzten Wochen viele Gespräche geführt. Unter anderem mit einem Gründungsberater-Team der Waldorfschulen in Dortmund. Dabei ist auch die ursprüngliche Idee, eine Grundschule - vorübergehend in Grietherort - zu gründen, mittlerweile überholt. Die meisten Eltern möchten weder, dass ihre Kinder im Laufe der Schullaufbahn auf eine Regelschule wechseln müssen, noch die lange Fahrt zur Waldorfschule Dinslaken in Kauf nehmen.

Geplant ist also nun eine eigenständige Schule von den Klassen 1 bis 13. Mit den ersten Kommunen gab es bereits Gespräche über mögliche Standorte. Mit der Stadtverwaltung von Kalkar haben die Eltern Kontakt aufgenommen. Gestern gab es ein Gespräch mit Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze. Und auch ein Termin mit dem Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers ist vereinbart. Dazu haben sich bereits auch einige Privatleute gemeldet, die den Eltern eine Immobilie anbieten möchten, die sich als Schule nutzen ließe. "Wir sind nach allen Seiten offen", sagt Judith Schmidt. Vermutlich braucht es eine kurzfristige Übergangslösung für den geplanten Schulstart 2019 und dann eine langfristige Perspektive. Wunsch sei es, die Kinder möglichst in der Nähe zur Natur unterrichten zu können. Allerdings muss auch die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln gewährleistet sein. Bislang müssen Eltern aus dem Kreis Kleve, die ihre Kinder auf eine Waldorfschule schicken möchten, bis nach Dinslaken fahren. Daher der Wunsch, in der Region eine solche Schule zu eröffnen.

  • Im April konnten sich interessierte Eltern
    Gespräche mit Emmericher Kommunen : Waldorf-Initiative sucht Schulstandort

Mit dem in Emmerich lebenden Pädagogen Frank de Vries haben die Eltern einen erfahrenen Waldorf-Lehrer für sich gewinnen können, der ihnen mit Rat und wichtigen Tipps zur Seite steht. Drei Vereinsgründungen stehen kurz vor dem Abschluss: Es gibt dann jeweils einen Trägerverein für Schule und den ebenfalls geplanten Kindergarten, sowie einen Förderverein für beide Projekte.

Mit der Resonanz auf ihren Vorstoß, eine Waldorfschule im Kreis Kleve zu gründen, sind die Eltern sehr zufrieden. Etwa 30 Eltern haben ihre Kinder mittlerweile unverbindlich für den anvisierten Schulstart in 2019/2020 angemeldet. Die beiden bereits bestehenden Angebote für Kinder - Kreativ- und Spielgruppen auf dem Hof in Grietherort - werden ebenfalls durchaus gut nachgefragt. Informationen unter Telefon 015511 4386889 oder unter www.waldorinitiative-niederrhein-aue.de

(RP)