Kreis Kleve: Vortragsreihe zum Thema Demenz

Kreis Kleve : Vortragsreihe zum Thema Demenz

Gleich drei kostenlose Vorträge bietet das Netzwerk Demenz im Kreis Kleve im kommenden Monat im Alten- und Pflegeheim der evangelischen Stiftung Kleve an. Die Reihe beginnt am Donnerstag, 4. Oktober, um 18 Uhr mit einem Vortrag von Christoph Baumsteiger, dem Chefarzt der LVR-Föhrenbachklinik in Bedburg-Hau. In seinem Vortrag geht es um die möglichst frühe Diagnostik, die von vielen nicht in Anspruch genommen wird, aber viele Vorteile bietet. Außerdem geht der Mediziner auf bewährte und neue Therapieverfahren und die psychosoziale Betreuung von Erkrankten und deren Angehörigen ein. Zudem werden auch ethische, rechtliche und betreuungsrelevante Gesichtspunkte beleuchtet. Nach dem Vortrag können Fragen gestellt werden.

Eine Woche später, am 11. Oktober, um 18 Uhr im Klever Altenheim an der Hagschen Straße, wird die Psychologin Marion Dobersek auf die Bedeutung von Humor bei der Begleitung von Demenzerkrankten eingehen. Sie geht den Fragen nach, ob man lachen darf, wenn Opa oder Oma sich im Schlafanzug auf die Wanderung macht, wenn Fragen von Demenzpatienten falsch - aber lustig beantwortet werden oder ob man dieses Verhalten traurig finden muss? Die Psychologin ist davon überzeugt, das Lachen mit dem Erkrankten kein Auslachen ist und gibt viele Beispiele.

Die Reihe beenden wird der Sozialwissenschaftler Arnd Bader aus Remscheid. In seinem Vortrag geht es ihm um die Prävention von Demenz, aber auch von vielen anderen Alterserkrankungen. Aus seiner Erfahrung spielen vor allem Sport und Bewegung eine zentrale Rolle. Diese beiden Faktoren wirken nicht nur vorbeugend, sondern auch beim Vorliegen von Risikofaktoren oder bereits vorhandenen kognitiven Beeinträchtigungen im Rahmen der "Rehabilitation" einer Demenzerkrankung. "Mit ist es sehr wichtig den Bewegungsdrang von demenziell veränderten Menschen nicht nur als herausforderndes Verhalten zu sehen, sondern vor allem als eine individuelle Ressource zu begreifen, die nicht unterbunden, sondern gefördert werden sollte", erklärt der Sozialwissenschaftler. Die Veranstaltungsreihe wurde im vergangenen Jahr bereits in Emmerich mit großem Erfolg durchgeführt. Die Moderation übernimmt die Caritasbereichsleiterin für Pflege und Gesundheit, Alexia Meyer, und der Heimleiter des Alten- und Pflegeheims der evangelischen Stiftung, Holger de Lange.

Alle Vorträge sind kostenlos. Eine Anmeldung bei der Familienbildungsstätte Kleve unter der Telefonnummer 02821 72320 oder per Mail: "mailto:fbs-kleve@bistum-muenster.de" ist aus organisatorischen Gründen wünschenswert.

(RP)