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Vorerst keine Energieberatung nur für Kleve

Thema im Umweltausschuss : Kleve setzt bei der Energieberatung auf den Kreis

Der Antrag der Grünen, in Kleve einen Energieberatungsstützungpunkt der Verbraucherzentrale aufzumachen, wurde zurückgestellt. Man will die Entscheidung des Kreises Kleve abwarten.

Die Grünen möchten, dass  ein Energieberatungsstützpunkt im Stadtgebiet von Kleve eingerichtet wird und dafür die geeigneten Räumlichkeiten von der Stadt zur Verfügung gestellt werden. „Die entstehenden Kosten für eine Energieberatung durch Honorarkräfte werden von der Verbraucherzentrale NRW übernommen“, so Detlef Koken (Grüne) vor dem Ausschuss für Klima, Umwelt und Naturschutz.

Weil der Kreis kommende Woche über die Einrichtung einer solchen Beratungsstelle des Verbraucherschutzes diskutieren wird, riet Kleves Kämmerer Willibrord Haas davon ab. Auf der Bürgermeisterkonferenz solle dieser Stützpunkt abgestimmt werden. Gewiss auch im Sinne der Klever und des Antrags der Grünen. „Wenn wir dann dasselbe nochmals einrichten würden, wäre das unwirtschaftlich“, so Haas.

Dem stimmte Daniel Rütter, Fraktionschef der Klever FDP, zu: „Der Hut sollte beim Kreis bleiben“. Es sei auch nicht sinnig, wenn die Verbraucherberatung an einem Ort zwei verschiedene Vertragspartner habe - nämlich Stadt und Kreis. Das sah Stefan Welberts (SPD) nicht anders - zumal die Verbraucherzentrale auch nur bestimmte Kapazitäten habe und in Nachbarstädten oft nur für wenige Stunden im Monat vor Ort sein könne. „Das ist nicht das, was wir brauchen. Dafür müssen wir auch keine Räumlichkeiten anmieten. Wir sollten den Punkt verschieben – zumal dieser Stützpunkt sich mit dem Vorhaben des Kreises Klever doppeln würde“, fasste Kleves CDU-Chefin Andrea Kamps die Diskussion zusammen. Somit wurde der entsprechende Antrag der Grünen auf  die Sitzung des Umweltausschusses Ende Januar 2022 vertagt.