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Kranenburg-Frasselt-Schottheide: Von der Fettexplosion zum "Laien-Defi"

Kranenburg-Frasselt-Schottheide : Von der Fettexplosion zum "Laien-Defi"

Zum Tag der offenen Tür lädt die Löschgruppe Frasselt-Schottheide am kommenden Samstag Interessierte ein.

Zum Tag der offenen Tür lädt die Löschgruppe Frasselt-Schottheide am Samstag, den 26. Mai, ab 14 Uhr, zum Depot an die Gocher Straße 47a in die Mitte des Reiterdorfes nach Frasselt ein. "Es dürfte für die Besucher ein sicherlich spannender Nachmittag werden, an dem sie vieles über den Brandschutz, die Brandbekämpfung und lebensrettende Maßnahmen erfahren", erklärt Löschgruppenführer Heiner Hebben im Vorfeld der Veranstaltung.

So gehört unter anderem ein Brandcontainer zur Ausstellung rund um die Feuerwehr, in dem eine realistische Brandbekämpfung mit echtem Brandrauch simuliert werden kann. Denn das Entscheidende ist hier, den Rauch zu deuten um dann richtig zu handeln. So lässt die Farbe des Rauches, die Intensität, die Geschwindigkeit, sowie das Verhalten der Rauchschichten erkennen und viele Rückschlüsse auf den Brandverlauf, dessen Gefährlichkeit und für das weitere Vorgehen zu. Denn werden die Zeichen einer bevorstehenden Rauchgasdurchzündung nicht erkannt, kann es unter Umständen lebensgefährlich werden. Auch wird der Frage nachgegangen, was eigentlich eine Fettexplosion ist? Denn Fettbrände entstehen, wenn Speisefette oder Öle über ihren Brennpunkt erhitzt werden. Ausbruchort solcher Brände sind meist Küchen, da hier diese Fette und Öle eingesetzt werden. Oftmals wird versucht diesen Brand mit Wasser zu löschen, was zu einer sogenannte Fettexplosion führt. Wie sicher und effektiv sich Fettbrände löschen lassen, soll an diesem Nachmittag ebenso gezeigt werden, wie die Rettung vor dem Herztod mit dem "Laien-Defi", da schnelle Hilfe in den ersten Minuten mit einem Laien-Defibrillatoren das Überleben sichern kann. Ein solches Gerät wurde auf Initiative und Kosten der Löschgruppe beschafft und an der Außenwand des Bauernladens Hebben angebracht, welches im Notfall von Jedermann entnommen werden kann. "Die Handhabung ist einfach und sollte genauso selbstverständlich werden, wie der Umgang mit Feuerlöschern", sagt Hebben.

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Daher will die Löschgruppe dazu beitragen, dass die Scheu vor Laien-Defibrillatoren verloren geht. Auch zeigt ein Rauchhaus welche Wege Rauch findet und wie wichtig Brandschutz- und Meldesysteme in Häusern sind. "Durch seinen Spielzeug-Charakter ist es ein interessantes und effektives Anschauungsobjekt nicht nur für Kinder aller Altersklassen", ergänzt Heiner Hebben mit Blick auf einen Infostand für Rauchmelder.

Die Ausstellung des Löschfahrzeuges, eine Foto- und Spritzwasserwand sowie Aktionen der Jugendfeuerwehr rundet das bunte Programm der Feuerwehr ab. Zudem wird für die kleinen Gäste eine Hüpfburg aufgebaut. "Außerdem wollen wir die Besucher mit Leckereien vom Grillstand, frischen Salaten, Kaffee und Kuchen, kühlen Getränken und vielem mehr bis in die späten Abendstunden verwöhnen", ergänzt der stellvertretende Löschgruppenführer Gerard de Groot abschließend.

(RP)