Kleve: Volksbank steigert Gewinn

Kleve : Volksbank steigert Gewinn

Am Mittwoch legte die Volksbank Kleverland ihre Jahresbilanz 2010 vor. Der Bilanzsumme stieg um 21,5 Prozent auf 616 Millionen Euro, das Jahresergebnis auf 7 Millionen Euro. Erstmals wurde eine Frau in den Aufsichtsrat gewählt.

Fünf Jahre hat die Sanierungsphase der Volksbank Kleverland unter dem Vorstandsvorsitzenden Frank Ruffing gedauert. Nun ist sie beendet — mit positiven Zahlen. Die 144 Mitarbeiter in den neun Geschäftsstellen der Volksbank haben gemeinsam eine Bilanzsumme von rund 616 Millionen Euro erreicht. Das bedeutet gegenüber 2009 ein Plus von 107 Millionen Euro. "Mit einem Bilanzvolumen-Zuwachs von 21,5 Prozent sind wir Spitze im rheinisch-westfälischen Genossenschaftsverbund", betont Aufsichtsratsvorsitzender Hans Geurts.

Der Erfolg sei vor allem Frank Ruffing zuzuschreiben, der, so Geurts, "omnipräsent ist — nicht nur in den Medien, sondern überall dort, wo es Geld zu verdienen gibt". Ruffing bedankte sich für das Lob ("das tut gut") und verwies darauf, dass es der Volksbank Kleverland nun schon im zweiten Jahr gelungen sei, in der Bilanzsumme um mehr als 100 Millionen Euro zu wachsen.

Dividende von fünf Prozent

Auf ihr Jahresergebnis könne die Volksbank dabei besonders stolz sein, so Ruffing. Das "hervorragende Ergebnis aus dem Vorjahr" sei gehalten worden und liege vor Bewertung bei sieben Millionen Euro. "Mit unserer aktuellen Geschäftsentwicklung sind wir Marktführer in Kleve", stellte Ruffing fest. Der Vorstandsvorsitzende weiter: "Wir stehen besser da als andere." Das Neukreditvolumen betrage 61 Millionen Euro (plus 22 Prozent) inklusive des Vermittlungsgeschäftes. Unter den rund 40 000 Kunden seien derzeit mehr als 11 000 Mitglieder.

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Die Anteilseigner dürfen sich über eine Dividende von fünf Prozent freuen. Für das laufende Jahr hingegen schmälerte Ruffing die Erwartungen auf einen nochmaligen Gewinnsprung: "Wir erwarten eine leicht rückläufige Entwicklung des Ergebnisses." Er rechne damit, dass sowohl die Zinsen für Einlagen als auch für Kredite bis Ende des Jahres um jeweils 0,5 Prozentpunkte steigen.

Erstmals in der Geschichte der Volksbank Kleverland wählten 162 Vertreter des Genossenschaftsinstituts eine Frau in den neunköpfigen Aufsichtsrat: Maria Paeßens ist gelernte Bankkauffrau und Geschäftsführerin des Unternehmens Paeßens Zahnwelten in Kleve. Paeßens übernahm ihr Amt von Fritz Kup, der 15 Jahre dem Aufsichtsrat angehört hatte. Die Aufsichtsratsmitglieder Walter Heicks und Robert Kaldenhoven wurden wiedergewählt.

Zum geplanten Bau der neuen Volksbank sagte Ruffing, dass bis jetzt noch keine notariellen Verträge unterzeichnet seien. "Das Grundstück ist uns versprochen. Unterschrieben wurde aber noch nichts", sagte Ruffing. Aktuell warte man auf die Baugenehmigung. Der Baubeginn sei für Frühjahr 2012 anvisiert.

(RP/rl/jul)
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