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Kreis Kleve: Vlaskamp bemängelt Ideen in Gutachten zur Weiterbildung

Kreis Kleve : Vlaskamp bemängelt Ideen in Gutachten zur Weiterbildung

Hans Vlaskamp hat sich die "dicke Mappe", wie er das gut 350 Seiten starke Gutachten des Landes zum Thema Weiterbildung nennt, genau durchgelesen. Das musste der Leiter des Bildungsforums auch, damit er entdecken konnte, dass er mit dem Inhalt nicht ganz einverstanden ist.

Geld und Personal fehlt

Denn würden die Empfehlungen, die das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung ausgesprochen hat, alle befolgt werden, dann "können wir unsere Arbeit so nicht fortsetzen". Dafür fehle dem Katholischen Bildungsforums im Kreisdekanat Kleve Geld und Personal. Gemeinsam mit den Landtags-Abgeordneten Margret Vosseler und Manfred Palmen (beide CDU), Gerald Bestier (Leiter Familienbildungsstätte/FBS Kleve), Ulrike Göken-Huismann (Leiterin FBS Kalkar), Günter Herrmann (Leiter FBS Geldern-Kevelaer) und Kirsten Lommen (Leiterin Haus der Familie Emmerich) beriet Vlaskamp gestern das weitere Vorgehen. Vosseler unterstützt den Protest und betont, sich im Landtag für eine Änderung einzusetzen. Auch andere Einrichtungen haben bereits ihren Unmut geäußert.

Das Gutachten, das im Februar NRW-Schul- und Weiterbildungsministern Sylvia Löhrmann (Bündnisgrüne) übergeben wurde und den monströsen Titel "Evaluation der Wirksamkeit der Weiterbildungsmittel des Weiterbildungsgesetzes (WbG) Nordrhein-Westfalen" trägt, besteht aus drei Empfehlungen.

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Zum einen soll die WbG-Förderung stärker auf Angebote für bildungsferne Zielgruppen und die Stärkung des pädagogischen Personals für seine umfassenden Aufgaben fokussiert werden. Zum anderen soll die komplizierte Fördersystematik durch einen neuen Verteilungsschlüssel für die WbG-Mittel transparenter werden. Außerdem sollten vorhandene Beratungsstrukturen im Rahmen von regionalen Kooperationen und Netzwerken weiter ausgebaut werden, vor allem mit Blick auf die Erreichung bildungsferner Zielgruppen.

Die Fusion

"Diese Gruppen zu erreichen ist aber sehr personalintensiv", sagt Vlaskamp. Seit der Fusion der Häuser der Familie Emmerich, der FBS Geldern-Kevelaer, Kalkar und Kleve sowie des Katholischen Bildungswerks vor mehr als viereinhalb Jahren könne das aber nicht gewährleistet werden — zumal es auch mehr Geld kosten würde. Insbesondere der Vorschlag, die Einrichtungen neben einer geringen Sockelfinanzierung nur über eine Angebotsförderung zu finanzieren, sei nicht akzeptabel, da er den Vorschlag der Hauptamtlichkeit nicht stützen würde.

"Das passt nicht zusammen", bemängelt Vlaskamp.

(RP/rl)